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Langenfeld: Fitness für alle Altersgruppen

Langenfeld : Fitness für alle Altersgruppen

Im Freizeitpark Langfort wurde gestern der für 450 000 Euro errichtete Generationengarten feierlich eröffnet. Er soll mit Sportgeräten, Barfuß-Tastpfad, Bouleplatz und Bänken vor allem, aber nicht nur Senioren ansprechen.

langfort Alter schützt vor Spaß an sportlicher Betätigung nicht – und diese Bewegungsfreude ist Klaus Bembennek gestern im Freizeitpark Langfort anzusehen. Als er auf einem der neuen Fitnessgeräte aus Edelstahl etwas für seine Gesundheit tut, sehen ihm Kinder der Brüder-Grimm-Schule interessiert zu. Bei der feierlichen Eröffnung des Generationengartens sind - so wie es sein soll - alle Generationen vertreten. Sogar auf der Bühne: Mit großem "Hallo, hallo, ...!" begrüßt singend und winkend ein Chor das Publikum, der sich aus Kindergartenkindern und Senioren des Familienzentrums Lissy Rüssel zusammensetzt.

Das für 450 000 Euro errichtete Spiel-, Sport- und Erholungsgelände zielt zwar vor allem auf die fortgeschrittenen Jahrgänge ab. "Ein Platz zum Toben für Senioren war aber für uns im Rathaus nicht das Thema", spielt Bürgermeister Frank Schneider auf einen überzeichneten Beitrag in der bundesweit ausgestrahlten Fernsehsendung "Brisant" an. Vielmehr solle das etwa ein Hektar große Gelände "ein Ort der Kommunikation und der Begegnung der Generationen sein". Dieses Miteinander gehöre zum Anspruch Langenfelds, eine familienfreundliche Stadt zu sein. Wie auf Bestellung zieht sich zeitgleich die siebenjährige Laura am Randes des Generationengartens auf den großen Kletterelefanten.

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Auf der ehemals so genannten Zirkuswiese tummeln sich den ganzen Eröffnungstag über erwartungsfrohe Besucher. Sportlehrer der SG Langenfeld leiten sie an den Outdoor-Fitnessgeräten an, die vor allem die Älteren in Schwung bringen sollen. Im gestrigen Sonnenschein sind etliche Besucher ganz von den Socken, als sie den barfuß zu bewältigenden Fußtastpfad für sich entdecken.

"Wir hatten bewusst ein breites Spektrum an Sinneserfahrungen und Bewegungsmöglichkeiten abgedeckt, da genau das aus der Seniorenbefragung im Jahr 2007 als Wunsch aus den Reihen der älteren Bevölkerung geäußert wurde", erklärt die Erste Beigeordnete Marion Prell die Entstehungsgeschichte. Die gepflanzten Gräser- und Blütenbeete sowie der Zitterpappel-Hain benötigen freilich noch etwas Reifezeit, bis sie - wie es die Planer vorgesehen haben - den Tast-, Geruchs- und Hörsinn der Besucher stimulieren. Die vielen Holzbänke entlang der barrierefreien Spazierpfade bewähren sich indes schon am Eröffnungstag beim ständigen Sitzen und Gehen.

Klack-klack-klack...Auf dem neuen Bouleplatz werfen Gisela und Ernst Rindt zielsicher die Stahlkugeln, so wie sie es mit Freunden seit Jahren im Freizeitpark bislang jenseits der Grillplätze getan haben. "Boule kann man auf jedem Untergrund spielen", erklärt Ernst Rindt das vor allem auf französischen Dorfplätzen gepflegte Wurfspiel. Voll des Lobes ist er über die neue Anlage mit den abgesteckten neun Bahnen. "Die ist ja fast schon zu schön..." Wer das unkomplizierte an Ort und Stelle selber ausprobieren möchte, kann sich im nahen Café Ey Boulekugeln ausleihen. Oder sich der Runde um die Rindts anschließen. "Weitere Mitspieler sind erwünscht. Wir treffen uns hier immer montags, mittwochs und freitags um 15 Uhr.

(RP)