Langenfeld/Hilden: Feuerwerk: Ab heute Nacht wird verkauft

Langenfeld/Hilden : Feuerwerk: Ab heute Nacht wird verkauft

In Langenfeld geht's kurz nach Mitternacht groß los. Den Trend sieht der Handel weiter beim Systemfeuerwerk.

Die große Party mit Live-Musik schenkt sich die Firma Silag diesmal. Dennoch erwartet die Langenfelder Handels AG auch zu ihrem fünften nächtlichen Feuerwerksverkauf mehr als 1000 Kunden an der Liebigstraße in Immigrath. "Wir öffnen wieder die benachbarte, 20 000 Quadratmeter große Freifläche, damit genug Parkraum für alle da ist", sagt Marktleiter Daniel Gerhardt. Parkraum ist in der kommenden Nacht wichtig, denn viele Silag-Kunden füllen gleich ihren ganzen Kofferraum mit Böllern und Raketen.

Das Verkaufsevent beginnt um 0.05 Uhr, wenn der morgige Samstag gerade ein paar Minuten alt ist. "Nach den Erfahrungen aus den Vorjahren dürfte der große Ansturm bis etwa 3 oder 4 Uhr dauern. Aber auch, wer später kommt, wird bei uns nicht vor verschlossenen Türen stehen: Wir haben am Samstag durchgehend von 0.05 bis 20 Uhr geöffnet", sagt Gerhardt.

In der Eröffnungsnacht hätten sich in den vergangenen vier Jahren jeweils bis zu 1500 Kunden mit 50-teiligen "Profi-Raketensortimenten", 57-teiligen "Familienpaketen" und anderem Feuerwerk eingedeckt. Insgesamt seien es an den je drei Verkaufstagen bis Silvester immer mehr als 4000 Kunden gewesen.

Eine Band wird diesmal bei Silag zwar nicht spielen, doch dafür hat die Handels AG ein "Überraschungspräsent" für die ersten 100 Kunden und ein Gewinnspiel im Angebot. Neben den klassischen Raketen ist wieder reichlich Systemfeuerwerk im Sortiment: "Sogenannte Batterien mit hunderten Effekten und Bombetten werden immer stärker nachgefragt", sagt Gerhardt.

Reichlich Auswahl an Produkten mit Knalleffekt gibt es auch bei Real an der Rheindorfer Straße in Langenfeld. Raketen, Böller, Tischfeuerwerk und Batterien mit bis zu 100 Schuss finden sich im Sortiment. "Die Batterien werden meist von jungen Leuten gekauft", sagt Markus Jablonski, Pressesprecher von Real. "Dieses Jahr bieten wir erstmals Feuerwerk an, das Herzen, Smileys oder Figuren in den Himmel malt."

Auch bei Edeka an der Kaiserstraße in Richrath setzt man auf den Trend mit den Batterien. "Die machen den Leuten halt am meisten Spaß", meint Thomas Gusek, stellvertretender Marktleiter. Seiner Erfahrung nach gibt der Kunde durchschnittlich 30 bis 35 Euro für die Knallerei aus. Der größte Kundenansturm, so sind sich die Händler einig, ist am ersten Verkaufstag und nimmt dann kontinuierlich ab.

Für Gerhard Pastuschka fühlte sich bereits der 3. Dezember ein wenig an wie Silvester: Der Geschäftsleiter des Hildener Großhandels Fegro hatte die Herstellerfirma "Comet" eingeladen, auf dem Parkplatz des Marktes an der Oststraße ein Feuerwerk abzubrennen. Gute Gelegenheit für die Kunden, sich mit Blick in den abendlichen Himmel über die Trends dieses Jahres bei Böllern und Raketen zu informieren. Rund 500 Interessierte kamen, berichtet Pastuschka. Er ist erfreut über diese große Resonanz. Und anders als im regulären Einzelhandel darf Fegro an seine gewerbetreibenden Kunden auch bereits Feuerwerk verkaufen — vorausgesetzt, sie erbringen einen entsprechenden Nachweis über ihre Selbstständigkeit und versichern schriftlich, das Feuerwerk nicht vor dem 28. Dezember weiterzuverkaufen.

Den ganzen Monat also läuft bei Fegro schon der Verkauf von Silvester-Feuerwerk. Pastuschka beschreibt den Trend, den er ausgemacht hat, so: "Die Leute gehen immer mehr auf Sicherheit. Einzelne Raketensortimente werden seltener verkauft, stattdessen greifen die Kunden zu Systemfeuerwerk." So hat Pastuschka ein Paket im Sortiment, das vor allem für Gastwirte interessant ist: Insgesamt fünf Batterien mit 400 Schuss, die über einen Zeitraum von knapp viereinhalb Minuten abgefeuert werden, kosten 99 Euro.

(RP)