Langenfeld: Feuerwehrchef geht in Ruhestand

Langenfeld : Feuerwehrchef geht in Ruhestand

Nach 29 Jahren verlässt Heinz Josef Brand die Leitstelle. Nachfolger ist Marcus Jagieniak.

Die Sicherheit der Bürger und die Verantwortung für seine Kollegen stand für Heinz Josef Brand in den vergangenen 29 Jahren an erster Stelle. Künftig muss er keine Einsätze mehr planen und koordinieren, sondern kann seine Freizeit gestalten. Denn die Leitstelle hat der Chef der Freiwilligen Feuerwehr verlassen. Sein Kommando übernimmt Marcus Jagieniak. "Für Dich beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt, in dem Du nichts mehr musst, sondern alles darfst", sagte sein bisheriger Stellvertreter bei der feierlichen Verabschiedung auf der Hauptwache.

Mit einer Collage aus Bildern und Zeitungsausschnitten ließ er gemeinsam mit Christian Kaese das Leben als Feuerwehrmann noch einmal im Zeitraffer an Brand vorbeiziehen. Der sah sich noch einmal als junger Mann in der Ausbildung, beim Einsatz in einer Zoohandlung, einem Fahrzeugbrand und der Rettung eines Papageis aus dem Gladbacher Hof. "Es war uns auch ein Anliegen, das erste von Dir beschaffte Fahrzeug heute hierher zu holen. Es steht gewissermaßen als Raumteiler am Buffet", sagte Christian Kaese mit Blick auf den nicht mehr ganz brandneuen Einsatzwagen.

"Dein größtes Projekt war aber sicher der Neubau der Haupt- und Rettungswache zu deren Eröffnung wir unsere moderne Drehleiter bekommen haben." Anschließend hieß er seinen bisherigen Vorgesetzten in der Ehrenabteilung willkommen, wo die Truppe auch weiterhin auf seine Erfahrung setzt.

Zunächst ist es für Heinz Josef Brand ein Abschied auf Raten, denn als Referatsleiter Feuer und Rettungsdienst bleibt er der Stadt noch ein halbes Jahr erhalten. "So können Sie sich langsam an Ihren Ruhestand gewöhnen", beruhigte ihn Bürgermeister Frank Schneider. Er dankte dem scheidenden Stadtbrandmeister für seinen unermüdlichen Einsatz. "Wenn man der hohen Wertschätzung und Qualität unserer Feuerwehr ein Gesicht geben wollte, so wäre es das von Heinz-Josef Brand. Er hat das von seinen Vorgängern Begonnene nicht nur weitergeführt, sondern noch ausgebaut."

Neben seinen zahlreichen Verdiensten, werde jedoch vor allem seine Menschlichkeit und die ruhige souveräne Besonnenheit, mit der er seinen Dienst versehen habe, den Kollegen fehlen. "Sie hatten und haben für alle stets ein offenes Ohr und ein Vertrauensverhältnis zu ihren Mitarbeitern. Wie wichtig in dieser Position Vertrauen ist, zeigt der jüngste Vorfall in Hilden, bei dem sich drei Feuerwehrleute zum Teil schwer verletzt haben", betonte Frank Schneider. Gleichzeitig begrüßte er Marcus Jagieniak als Nachfolger und wünschte ihm eine ähnlich erfolgreiche Laufbahn in seinem neuen Amt.

(RP)