Langenfeld: Experte plant Gärten nach Feng Shui

Langenfeld : Experte plant Gärten nach Feng Shui

Der Langenfelder Landschaftsgartenbauer Tim Averdiek bringt nach chinesischem Vorbild Harmonie in die Anlagen.

Frühlingszeit ist Gartenzeit. Endlich wieder draußen sitzen, endlich wieder die Sonne genießen, endlich wieder die Seele baumeln lassen. Doch was ist, wenn die zu erwartende Entspannung im eigenen Garten ausbleibt? Was ist, wenn sich mehr Unwohlsein als Wohlempfinden breit macht? "Dann kann das ein Zeichen für fehlgeleitete Energien sein", stellt Landschaftsgartenbauer Tim Averdiek fest. Seit zwei Jahren richtet der Diplom-Ingenieur Gärten nach der Feng-Shui-Methode aus. Geprüft vom Deutschen Feng Shui Institut (DFSI) in Freiburg, weiß der Experte genau, auf was es bei einem original nach Feng Shui ausgerichteten Garten ankommt.

",Feng Shui' ist chinesisch und bedeutet wörtlich übersetzt ,Wind und Wasser'", erklärt der Profi. "Ziel der fernöstlichen Lehre ist es, Yin und Yang und deren Kräfte innerhalb eines Raumes oder Gartens ins Gleichgewicht zu bringen, damit diese Harmonie erzeugen können und positive Energien strömen lassen." Was sich zunächst nach trendigem Hokuspokus anhört, wird in China bereits seit mehr als tausend Jahren angewendet. "Bereits in frühen Schriften der Chinesen lässt sich die Feng-Shui-Methode finden. Dabei ist genau dokumentiert, welche Wirkungen verschiedene Anordnungen von Gegenständen auf einen Raum haben", weiß Tim Averdiek. "Ähnlich wie bei Heilpraktiken gilt jedoch, dass man schon ein bisschen daran glauben muss."

Die Grundlage der Feng-Shui-Methode bilden die Himmelsrichtungen und die Lehre der fünf Elemente Feuer, Wasser, Holz, Metall und Erde. "Die Elemente müssen jeweils zu den Himmelsrichtungen passen, um Energie freizusetzen. Zudem wird diese Anordnung mit geeigneten Formen unterstützt", sagt der Experte. "So sollte für eine kraftvolle Partnerschaft der Sitzplatz im Garten im Südwesten liegen, während der Osten Vitalität, Gesundheit und Erfolg widerspiegelt." Festgehalten sind die einzelnen Regeln im "Bagua", dem Kompass des Feng Shui. Bevor Averdiek einen Garten plant, bestimmt er zunächst die Lage des Hauses. Danach wird der Garten anhand eines Grundrisses in Zonen aufgeteilt und das Bagua auf den Grundriss gelegt. "Durch den gesamten Garten zieht sich ein roter Faden, indem alle Elemente berücksichtigt werden. Wer aber beispielsweise kein fließendes Wasser in seinem Garten haben möchte, kann dies mit bestimmten Formen und Gewächsen ausgleichen", sagt der Experte. "Schließlich muss der Garten nach dem Vorlieben seines Besitzers gestaltet werden." Aufgrund dieser Basis erarbeitet der Landschaftsgartenbauer einen Vorschlag mit passenden Pflanzen und Materialvorschlägen.

(ey)
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