Monheim: Erster Kick auf dem neuen Kunstrasen

Monheim : Erster Kick auf dem neuen Kunstrasen

Für rund 490 000 Euro wurde der alte Ascheplatz ersetzt. Der 1. FC Monheim braucht die zusätzlichen Kapazitäten.

Emely läuft mit dem Ball in Richtung Tor. Mit einer gekonnten Körpertäuschung lässt die 13-jährige Realschülerin ihre Gegenspielerin hinter sich und spielt einen Pass. Karsten Warnke beobachtet die Situation, nickt zufrieden und pfeift die Übung ab. Er trainiert die Mädchenmannschaft des 1. FC Monheim (FCM) im Rheinstadion. In Zukunft können die jungen Fußballerinnen auf Kunstrasen spielen — und nicht nur sie. Auf dem neuen Platz werden in Zukunft vor allem die Jugendmannschaften des Vereins trainieren. "Es fühlt sich fast so an, als würde man über ein Federbett laufen", schwärmt Emely von dem neuen Untergrund. "Das ist tausendmal besser als der alte Ascheplatz."

Mit dem künstlichen Grün ist der letzte Teil des städtischen Sportstättenkonzepts im Rheinstadion umgesetzt. Im März 2010 hatte der Rat das Maßnahmenpaket beschlossen. Seitdem werden die Plätze und Hallen im Stadtgebiet auf Vordermann gebracht. Der Bau des zweiten Kunstrasenplatzes im Rheinstadion war zunächst für 2014 vorgesehen. Weil es angesichts der positiven Finanzlage der Stadt neue Spielräume gab, wurde das Vorhaben vorgezogen. "Für uns ist dieser Platz sehr wichtig", unterstreicht Werner Geser, Vorsitzender des (FCM). "In der Vergangenheit sind gerade im Jugendbereich vermehrt Trainingseinheiten ausgefallen, weil uns die Kapazitäten fehlten. Das ist jetzt vorbei."

Der Verein hat 19 Jugendteams mit insgesamt rund 350 Spielern. Die erste Mannschaft spielt in der Landesliga, die Reserve kickt in der Bezirksliga und die dritte Mannschaft in der Kreisliga A. "Teilweise hatten wir die Situation, dass wir mit vier Mannschaften auf einem Platz trainiert haben", sagt Geser, "aber jetzt sind wir sehr gut ausgestattet."

Ganz abgeschlossen sind die Bauarbeiten im Rheinstadion indes noch nicht. "Noch fehlt der Parkplatz mit etwa 100 Stellplätzen im nördlichen Bereich", sagt Bürgermeister Daniel Zimmermann. "Die Bauarbeiten sollen im März beginnen." Ebenfalls erfreulich an dem Umbau sei der nun barrierefreie Zugang zum Vereinsheim.

Im Sportstättenkonzept geht es in diesem Jahr mit der neuen Bezirkssportanlage am Waldbeerenberg im Nordosten Baumbergs weiter. Außerdem wird am Heinrich-Häck-Stadion im Berliner Viertel eine neue Sporthalle gebaut, die zukünftig vor allem von der SG Monheim genutzt wird — und für den Schulsport. Eigentlich hätte der neue Platz im Rheinstadion rund 560 000 Euro kosten sollen. Der Grund für die Kostensenkung: Entgegen erster Befürchtungen gab es wegen bestehender Altlasten im Boden keine großen Probleme.

(RP)
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