Langenfeld: Erster Blick ins Marktkarree

Langenfeld: Erster Blick ins Marktkarree

Am 6. November wird in der Fußgängerzone das neue Einkaufszentrum mit zwei Zugängen eröffnet. Auf zwei mit Rolltreppen verbundenen Ebenen sind Läden und Gastronomie verteilt. Die RP schaute sich im Inneren um.

Der Schlussspurt im Marktkarree ist eingeläutet. Nicht mal mehr drei Wochen, dann öffnet das 40 Millionen Euro teure Einkaufszentrum im Herzen der City. Wo sich am 6. November erstmals Kunden tummeln werden, erblickte die RP bei einem Rundgang mit Centermanager Dirk Strehlau (51) gestern nicht minder geschäftiges Treiben. Während im künftigen Friseurladen schon Poster mit schönen Menschen an der Wand hängen und verchromte Drehstühle auf Strubbelköpfe zu warten scheinen, prägen ansonsten überwiegend nackte Betonwände, herunterhängende Stromkabel und Baustellen-Staubschichten das Bild. Doch die Handwerker, die in beiden Verkaufsebenen bohren, dübeln, hämmern, kleben, malen und schleppen, werden den Zeitplan einhalten, versichern die Beteiligten.

"Nur 14 Monate Bauzeit für solch ein Projekt sind eine stolze Leistung", meinte der städtische Chefplaner Hans-Otto Weber, der sich gestern ebenfalls ein Bild vom Fortgang der Arbeiten machte. Er verspricht sich vom Marktkarree nach eigenen Worten einen weiteren Schub für die Entwicklung der City, schließlich würde dadurch in funktionaler wie auch in städtebaulicher Hinsicht eine Lücke geschlossen. "Trotz der gewollten Massivität strahlt dieser Kubus auch Leichtigkeit aus — und fast schon großstädtisches Flair." Weber erinnerte daran, dass der Baubeschluss im Rathaus nicht aus dem Bauch heraus getroffen worden sei, sondern auf einem Einzelhandelsgutachten des Hamburger Forschungsinstituts GfK Prisma beruhe.

Langenfelds gutes Image

Diese Studie "und das Image Langenfelds als gesunde Stadt" haben nach den Worten von Miro Vorbauer, der sich für den Investor TKN um die Vermietung kümmert, die Vertragsabschlüsse mit Handelsketten und Gastronomen beflügelt. Wie die RP schon berichtete, werden die Filialisten Müller und New Yorker (siehe Infokasten) die größten Verkaufsflächen übernehmen und sich jeweils im Erd- und Obergeschoss ausbreiten.

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Vorbauer betonte, dass eine Eröffnung vor dem verkaufsoffenen Sonntag am 2. November bewusst nicht angepeilt wurde. In neuen Läden müssten sich viele Abläufe erst einspielen und ein Donnerstag wie der 6. November gelte in Fachkreisen unter verkaufspsychologischen als bester Premierentermin.

Die Läden und auch das Schlemmer-Karree im Obergeschoss werden montags bis samstags von 9 bis 20 Uhr geöffnet sein, kündigt Dirk Strehlau an, der seit Juni Centermanager in der Stadtgalerie ist und nun zusätzlich im Marktkarree das Sagen hat. Wie der städtische Citymanager Jan Christoph Zimmermann anmerkte, sei beabsichtigt, im Sinne der Einheitlichkeit die Öffnungszeiten in der Stadtgalerie und bei Hertie anzugleichen.

Auch vor dem Marktkarree wird an der Solinger Straße mit Hochdruck gearbeitet. Bis zur Eröffnung soll die Fußgängerzone in diesem Abschnitt neue Bodenplatten haben.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die ersten Impressionen des neuen Marktkarrees

(RP)
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