Monheim: Eplan will mit "Industrie 4.0" wachsen

Monheim: Eplan will mit "Industrie 4.0" wachsen

Das Monheimer Unternehmen ist Deutschlands Marktführer bei Engineering-Software und weltweit die Nummer zwei.

Automation "Made in Monheim" ist ein wesentlicher Bestandteil industrieller Fertigungsprozesse andernorts. Ob Kekse bei "Bahlsen" in Niedersachsen, Automobile im Schwabenland oder Waschmittel: Überall, wo industriell produziert wird, müssen automatisierte Abläufe elektro- und steuerungstechnisch konstruiert und dokumentiert werden. Die im Gewerbegebiet An der Alten Ziegelei ansässige Firma Eplan ist seit mehr als 30 Jahren ein Pionier und Spezialist auf dem komplexen Feld Engineering-Software. In mehr als 50 Ländern, bei mehr als 45 000 Kunden und mit rund 110 000 Installationen sind die Monheimer mit einem Marktanteil von fast zwei Dritteln in Deutschland und Platz zwei weltweit ein echter "Global Player".

"Eplan" ist nicht nur ein Firmenname, sondern - wie "Word" bei der Textverarbeitung - eine eigenständige Software mit urheberrechtlich geschütztem Datenformat und inzwischen Standard in der Branche. Dieter Pesch, heute Mitglied der Geschäftsleitung, ist seit Gründung des Unternehmens als "Wiechers und Partner Datentechnik" (1984) in Langenfeld dabei. Der studierte Elektroingenieur ist einer der wenigen Monheimer unter den aktuell 249 Mitarbeitern an der Alten Ziegelei. Dank der zentralen Lage der Gänselieselstadt kommen die Beschäftigten aus Köln, Düsseldorf, dem Bergischen oder von der anderen Rheinseite. In sieben deutschen Niederlassungen und 50 Ländern weltweit beschäftigt die Ideenschmiede rund 720 Ingenieure, Informatiker, oder Kaufleute.

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1988 lockte ein Grundstück in Monheim, seit 1999 gehört das Unternehmen zur "Friedhelm Loh Group" mit 11 500 Mitarbeitern. Ziel von Eplan ist es, Unternehmen in der Optimierung ihrer Produktentwicklung zu unterstützen, etwa durch die Einführung standardisierter, automatisierter Engineering-Prozesse. Dazu gehört die Konstruktion von virtuellen Prototypen. Zu den Kunden gehören namhafte Unternehmen aus allen Branchen.

"2006 war ein entscheidendes Jahr", erinnert sich Pesch: "Eine neue Softwaregeneration ermöglichte eine größere Bandbreite in unserem Leistungsangebot - nicht nur Elektrotechnik, sondern auch Prozess- und Fluidtechnik." Es war möglich, komplette integrierte Lösungen aus einer Hand anzubieten, "eine weitere Differenzierung gegenüber den Mitbewerbern". Produziert wird am Standort nichts, "nur nachgedacht und entwickelt." Die in 17 Sprachen verfügbare Software erreicht die Kunden über Downloads, per DVDs oder Sticks. Pesch hat von seinem Büro einen schönen Blick über Monheim. Er ist noch immer viele Wochen im Jahr weltweit auf Achse, "am liebsten in Asien". Er sieht für die Firma weitere Wachstumschancen, vornehmlich in den USA und China. Zum anderen sind die Themen "Mechatronik" und "Industrie 4\.0", die Treiber für weiteres Wachstum bei Eplan.

(RP)
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