einkaufen : Es ist noch Wasser da!

Die Nachfrage in den Getränkemärkten boomt in diesen heißen Tagen. Teilweise wurde Personal aufgestockt

Ein Lebensmittel geht derzeit besonders gut: Mineralwasser. Und keine Angst: Es gibt keine Lieferengpässe für Flüssiges – weder bei Trinkgut in Langenfeld und Monheim, noch bei Getränke Römer in Hilden. Auch wenn die Hitze weiter anhält, ist der Nachschub gesichert, und zwar vom Sprudelwasser bis zur Fassbrause, vom Maracuja-Saft bis zu Alt und Kölsch, sagt Jasmin Hübsch, stellvertretende Marktleiterin bei Trinkgut in Langenfeld.

Am meisten nachgefragt werden derzeit aber vor allem Wässer. 50 Sorten davon hat Trinkgut im Angebot – mit und ohne Sprudel, in der Pet- oder Glasflasche, als Ein-Liter- oder 0,75- Liter-Gebinde, aus Italien, Frankreich, dem Schwarzwald oder aus Haan.

Bei Römer in Hilden gibt es zwar nur 15 Sorten Mineralwasser, dafür aber so Exotisches wie Mondquelle oder Lichtquelle der Marke St.-Leonards aus dem Alpenvorland. Auf Anfrage wird es bestellt und je nach Wunsch bis in den Kellergeliefert. Das ausgefallene Mineralwasser soll ausschließlich aus natürlichen, unterirdischen und vor Oberflächenwasser geschützten Reservoiren stammen und direkt an den Quellorten abgefüllt werden. Für das Luxuswasser zahlt der Liebhaber dann auch mal locker acht Euro pro Kasten plus Pfand, während zwölf Flaschen Rheinfürst schon für 2,60 pro Kasten plus Pfand zu haben sind.

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Der Hildener Getränkehandel Römer merkt die gestiegene Nachfrage in diesen heißen Tagen vor allem bei seinem Lieferservice: „Derzeit stellen viele Fimen ihren Angestellten Wasser zur Verfügung. Die meisten ordern mehr Kästen als gewöhnlich. Wir haben aber auch viel neue Kunden“, sagt Simon Römer. Er liefert ins gesamte Umland Hildens. Ab fünf Kisten ist der Service kostenlos. Sonst beträgt die Pauschale 2,50 Euro. Zusätzlich sei das Produkt etwas teurer als für Selbstabholer, sagt er.

Wenngleich das Geschäft mit Sekt und Selters im Sommer immer sehr gut läuft, bricht es doch in diesem Jahr offenbar alle Rekorde. Wo der Schweiß rinnt, muss er durch Flüssigkeit aufgefüllt werden. Nicht alle tun das mit gewöhnlichem Leitungswasser, das sich laut Wasserwerk Langenfeld/Monheim übrigens auch hervorragend zum Durstlöschen eignet.

Im Getränkemarkt an der Schneiderstraße musste zusätzliches Personal eingestellt werden. Zehn Leute sind mindestens immer im Verkauf und sorgen dafür, dass Leergutrücknahme und das Kassieren zügig über die Bühne gehen, sagt Hübsch.

Wer sein Bier bei der Grillparty am Wochenende selbst zapfen will, muss sich frühzeitig um Zapfanlagen bemühen. Das Dutzend Edelstahl-Anlagen, die Trinkgut in jedem Markt verleiht, sind sehr schnell weg. „Samstag und Sonntag ist schon nichts mehr zu machen“, sagt Hübsch.

Zum Wochenende lohnt es sich, zum Durstlöschen auch mal auf Bunt umzustellen. Im Bistro Bijou an Langenfelder Schoppengasse empfiehlt Jolanta von der Sommerfrische-Karte den „Exotic Dream“, einen Cocktail ohne Alkohol mit gestoßener Limette, Crash-Eis, Maracuja- und Kirschsaft für fünf Euro. „Damit kann man sich auch vormittags schon den Frischekick holen“, sagt Jolanta. „Aber am Abend schmeckt er natürlich auch.“ Das knallrote Getränk ist nicht der einzige alkoholfrei Drink zum Abkühlen auf der Karte.