Zugabe Unser Senf Zum Wochenende: Eiertanz um Bürgerwohl und Wirtschaftskraft

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Die Stadtverwaltung Langenfeld trifft zwar nicht die Entscheidung über den von Gerhard Witte beantragten Hubschrauber-Landeplatz, doch mit ihrer Meinungsäußerung stellt sie sicherlich maßgeblich die Weichen für und wider eine solche Nutzung an der Dückeburg. Die Bezirksregierung, so formulierte es Sprecher Volker Klagges, wird alle Stellungnahmen und Einwände, die bis zum 6. August eingehen, sammeln und bewerten und abschließend über den Antrag auf Zulassung eines Hubschrauberlandeplatzes entscheiden. Und bisher liegen bereits 250 Einwendungen vor.

So weit, so gut. Weniger gut an der ganzen Sache ist die Rolle der CDU, die sich wohl öffentlich bereits für Wittes Anliegen stark gemacht hatte, so dass der Unternehmer guten Glaubens sein konnte, rasch zum Ziel zu kommen. Warum Bürgermeister Frank Schneider – ebenfalls Christdemokrat – jetzt einknickt, ist schwer einzuschätzen. Ob er tatsächlich erst von den Gesprächen mit den Bürgern eines Besseren belehrt wurde? In seiner Pressemitteilung versucht er den Spagat, einerseits für das Ruhebedürfnis der Anwohner zu sprechen, andererseits Langenfelds prosperierende Wirtschaft zu loben, die "hervorragende Lebensbedingungen für alle Bürger bietet". In Langenfeld habe man immer auf eine wirtschaftsfreundliche Haltung gesetzt – und man werde dies auch weiterhin tun. Ein Hubschrauber-Landeplatz sei sicherlich eine außergewöhnliche Maßnahme, die nicht zu den alltäglichen Vorhaben Langenfelder Unternehmen zähle, betont Schneider. Wenn eine Firma einen solchen Platz aber für den Geschäftsbetrieb benötige, sei das zu prüfen und bei einer Genehmigung durch eine übergeordnete Behörde zu akzeptieren. Entscheidet die Bezirksregierung pro Landeplatz, hat sie den Schwarzen Peter. pc

(RP)
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