Langenfeld: Dreister Raubüberfall: Masche geht im Kreis weiter

Langenfeld : Dreister Raubüberfall: Masche geht im Kreis weiter

Zwei südländisch ausstehende Frauen haben am Donnerstag in Mettmann einer 63-jährigen Frau auf brutale Art und Weise zwei Goldketten geraubt.

Am Tag zuvor vereitelten beherzte Passanten den Erfolg der Täter, die seit Herbst mit derselben Masche auch in Langenfeld und Monheim unterwegs sind. "Die Täter gehen inzwischen dreister vor: Haben sie anfangs ihren Opfern noch ein anderes Schmuckstück zur Ablenkung vorgehalten, beschränken sie sich inzwischen darauf, diesen die eigenen Schmuckstücke zu entreißen", sagte Polizeisprecher Frank Sobotta gestern und verweist auf das jüngste Beispiel in Wülfrath.

Dort wurde die 63-Jährige gegen 12 Uhr auf dem Bürgersteig der Düsseldorfer Straße beraubt. Sie wurde von einer ihr unbekannten Frau angesprochen, die wissen wollte, wo das Krankenhaus sei. Die 63-Jährige, die zu diesem Zeitpunkt ihre dreijährige Enkeltochter auf dem Arm trug, gab bereitwillig Antwort. Noch während der Wegbeschreibung ergriff die Unbekannte das Handgelenk der Wülfratherin, um ihr ein dort getragenes Goldkettchen zu entreißen. Da das Opfer das Kleinkind auf dem Arm trug, konnte sie den Angriff der Räuberin nicht abwehren. Plötzlich kam noch eine zweite unbekannte Frau hinzu, die die Wülfratherin von hinten umklammerte und dadurch jede Gegenwehr vereitelte. Das Gerangel nutzen die Angreiferinnen, ihrem Opfer sowohl den Armschmuck als auch noch eine am Hals getragene Goldkette zu entreißen.

Als ein noch unbekannter Zeuge den Vorfall sah und laut nach der Polizei rief, ließen die beiden Räuberinnen von ihrem unverletzt gebliebenen Opfer an. Die zwei Frauen flüchteten zu einem weißen Golf, der mit zwei südländischen Männern besetzt war und in der Nähe wartete. Beim Einsteigen in den Golf verloren die Täterinnen drei Goldketten unbekannter Herkunft, die das Opfer einsammelte und später der Polizei übergab. Die Täter flüchteten in unbekannte Richtung mit dem Golf. Bei der Anzeigenerstattung konnte die Frau keine genauen Angaben zu Fluchtfahrzeug, Insassen und Zeugen machen. Da zwischen der Tat und der Meldung bei der Polizei ein großer Zeitverzug lag, führten Fahndungen zu keinem Erfolg. Die Polizei bittet den Zeugen, sich bei der Kreispolizeibehörde zu melden und warnt vor den dreisten und brutalen Straßenräubern.

(cz/og)
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