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Monheim: Drei "Kieselsteine" für den Stadteingang

Monheim : Drei "Kieselsteine" für den Stadteingang

Markante Wohnhäuser und eine völlig neue Verkehrsführung sollen den dritten Abschnitt der Krischerstraße prägen.

Die Optik am westlichen Ende der Krischerstraße ist bisweilen ziemlich trist. Asphalt, Parkplätze und lieblos angeordnete Grünstreifen dominieren das Bild. Hinzu kommt ein achtgeschossiger Wohnblock, der nicht unbedingt als architektonischer Höhepunkt gilt. Die Architekten Oliver Konrath und Harald Wennemar wollen dem Stadteingang daher ein ganz neues Gesicht geben - mit Rücksicht auf die bisherige Bebauung und einer direkteren Anbindung an den Rhein.

Das Düsseldorfer Büro hatte sich in einem Wettbewerb gegen vier Konkurrenten durchgesetzt. Ein mit Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie externen Fachleuten besetztes Preisgericht sprach sich für den Entwurf der beiden Architekten aus. "Dieser Bereich markiert den Monheimer Stadteingang in Richtung Zentrum", sagt Konrath. "Unser Ziel war es, eine städtebauliche Lösung zu finden, die einem so exponierten Standort gerecht wird."

Dabei haben sich die Planer vom Rheinufer inspirieren lassen. Der Entwurf sieht drei markante Baukörper vor, die nach Angaben der Architekten entfernt an ungleiche Kieselsteine erinnern sollen. Das sei der städtebauliche Gedanke hinter den Plänen. Das auffälligste der drei Bauwerke soll neben dem achtgeschossigen Wohnhaus entstehen. Es wird sechs Geschosse haben. Dahinter ist ein langgezogenes Gebäude mit vier Geschossen angedacht. Schräg gegenüber kommt an der Einmündung zur Niederstraße ein kleinerer Baukörper mit drei Etagen hinzu. Insgesamt 70 Wohneinheiten sollen dabei entstehen.

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"Durch die Staffelung in der Höhe schaffen wir einen Übergang zwischen den neuen Häusern und der Bebauung im Bestand", meint Konrath. Zudem werde dem benachbarten Wohnblock mit acht Geschossen viel von seiner optischen Dominanz genommen. Alle drei Baukörper sollen eine Klinkerfassade haben - auch das aus Rücksicht auf die Bebauung vor Ort. Zudem gruppieren sich die Wohnhäuser um einen Platz, der den Weg zum Rhein öffnen soll. "Der Zugang zum Ufer soll optisch aufgewertet werden", sagt der 46-Jährige. "Wir wollen die Stadt näher an den Rhein heranrücken."

Die Verkehrsführung soll sich deutlich ändern. Der westliche Fuß der Krischerstraße wird quasi nach Norden verschoben. Die Anbindung erfolgt über einen Kreisverkehr. Die Einmündung in die Niederstraße bleibt weitgehend am gleichen Standort. Insgesamt soll die Straßenfläche auf ein Mindestmaß reduziert werden und die Aufenthaltsqualität einen höheren Stellenwert bekommen - auch im Kontext mit Marienkapelle, Rheinpromenade sowie der Anlegestelle für Schiffe und den Rheinanleger.

Rund 70 Bürger diskutierten die Pläne im Ratssaal. Kritik und Anregungen gab es dabei nur mit Blick auf die Details: Radwegeführung, Spielplätze waren unter anderem Thema. Ansonsten gab es viel Lob für die Entwürfe. "Die Gebäude sind schlicht und gut zugeschnitten", meinte ein Anwohner.

(arod)