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Baumberg: Diese Straßen werden 2015 neu asphaltiert

Baumberg : Diese Straßen werden 2015 neu asphaltiert

Der Schwerpunkt der Monheimer Fahrbahndecken-Sanierungen liegt im kommenden Jahr in Baumberg.

2014 war (und ist) für den Ortsteil Monheim ein "Jahr der Baustellen" - für 2015 können sich nun die Baumberger auf gesperrte Straßen und Baumaschinen einstellen. "Auf insgesamt neun Straßenabschnitten werden wir die Fahrbahndecke sanieren lassen", kündigt Andreas Apsel, Straßenbauchef im Monheimer Rathaus, an.

Aber da war doch noch was? Soll nicht auch die Hauptstraße komplett umgestaltet werden? Dazu noch neun Fahrbahnsanierungen - ist das nicht ein bisschen viel auf einmal für das kleine Baumberg?

"Die Hauptstraße soll - ganz vorsichtig terminiert - ab Mitte des Jahres angegangen werden. Bis dahin hoffen wir, mit den anderen Straßenarbeiten weitgehend durch zu sein", versucht Apsel Befürchtungen zu zerstreuen, halb Baumberg könnte wochen- oder gar monatelang zu einer einzigen Baustelle werden. Einen milden Spätwinter vorausgesetzt, soll es schon im Februar/März los- und dann Schlag auf Schlag weitergehen. "Die Voruntersuchungen zu den Asphaltdecken und möglichen Schadstoffen sowie die technische Überprüfung der Gullys werden noch in diesem Jahr vorgenommen", verspricht der Chefplaner.

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Folgende Straßen oder Abschnitte sind betroffen: Holzweg (westlich Geschwister-Scholl-Straße), Hegelstraße (westl. Geschw.-Scholl-Straße), Fichtestraße, Humboldtstraße (Hegel- bis Fichtestraße), Verresberger Straße, Leienstraße, Deichstraße (Haupt- bis Griesstraße), Schwanenstraße und Griesstraße (Sand- bis Monheimer Straße).

Im städtischen Haushalt sind für diese Neu-Asphaltierungen 420 000 Euro veranschlagt, 60 000 Euro mehr als für die diesjährigen Deckensanierungen auf sieben Straßenabschnitten im Ortsteil Monheim, vorwiegend im Bereich der Altstadt. Insgesamt werden dort laut Stadt bis zum Jahresende 12 000 Quadratmeter oder 1,9 Kilometer Straße neu asphaltiert worden sein. Als letzter Abschnitt im Innenstadtbereich wurde vorige Woche die Kirchstraße fertiggestellt. Jetzt steht nur noch eine Deckensanierung an, im Gewerbegebiet Knipprather Busch. Nicht in diese Gruppe fällt die Umgestaltung der Krischerstraße, die sich im nächsten Jahr fortsetzen wird. Die "einfache" Neu-Asphaltierung einer Straßendecke kostet nach Angaben von Apsels Mitarbeiter Michael Thiemann 18 bis 20 Euro pro Quadratmeter. Bei Komplikationen könne es aber auch das Doppelte werden. "Die Poststraße, auf der im Oktober gearbeitet wurde, ist ein Beispiel dafür", erklärt der Bau-Ingenieur. Dort stießen die Bauarbeiter, wie berichtet, auf Teerstoffe, die unversiegelt als krebserregend gelten. "So etwas muss weggebaggert und in einer speziellen Anlage in Oberhausen entsorgt werden, und das schlägt sich natürlich in den Kosten nieder", sagt Thiemann. Laut Apsel konnte der Kostenrahmen für das Deckensanierungsprogramm 2014 in Höhe von 360 000 Euro dennoch eingehalten werden - trotz der Poststraße und einer nicht eingeplanten Erneuerung von rund 280 Metern Regenrinne am Bordsteinrand. Dass auf Monheims Straßen vermehrt gebuddelt, gefräst und asphaltiert wird, hat mit der extrem verbesserten Finanzlage der Stadt zu tun. Während in den Jahren des Nothaushalts eher geflickt wurde, um schlimmere Schäden zu verhindern ("Risse-Sanierung"), wird inzwischen nach Möglichkeit die komplette Fahrbahndecke abgefräst oder aufgeraut und neu asphaltiert. "Wir haben hier enormen Nachholbedarf", sagt Apsel. Ein Großteil der Monheimer Stadtstraßen (insgesamt 100 Kilometer) habe ihre Lebensdauer überschritten.

Als Abschreibungsvorgang im Haushalt beträgt diese laut Thiemann 35 Jahre. Tatsächlich aber würden viele Straßen 50 bis 60 Jahre alt oder älter. "Mit der Asphaltierung verlängern wir ihre Lebensdauer oft um mindestens zehn Jahre." Diese Deckensanierung kostet die Anwohner übrigens nichts - anders als eine mit bis zu 150 Euro pro Quadratmeter sehr viel teurere Grunderneuerung. Werden sämtliche vier oder fünf Schichten einer Straße, zusammen etwa 60 Zentimeter dick, erneuert, sind die Anlieger mit 25 bis 75 Prozent Kostenbeteiligung dabei. Dies führt regelmäßig zu Unmut bei den betroffenen Grundstückseigentümern - wie derzeit an der maroden Hofstraße am Marienburgpark.

(RP)