Langenfeld: Die Sparkasse macht gute Geschäfte

Langenfeld : Die Sparkasse macht gute Geschäfte

Mit insgesamt 187.000 Euro hat das Geldinstitut Vereine und soziale Einrichtungen in Langenfeld unterstützt.

Zufriedene Mienen bei den Vorstandsmitgliedern der Stadt-Sparkasse begleiteten die Vorstellung der Bilanz 2017. "An einem guten Standort werden gute Geschäfte gemacht", fasste Stefan Noack bei der Pressekonferenz zusammen. "Schuldenfreie Kommune, wachsende Zahl von Arbeitsplätzen, bauwillige Unternehmen und überdurchschnittliche Kaufkraft" waren - abgesehen vom bundesweiten Wirtschaftswachstum - die Basis für einen soliden Jahresabschluss.

Die Bilanzsumme der SSK von rund 1,4 Milliarden Euro sank um 0,6 Prozent, nach einem ungewöhnlichen Anstieg von 5,75 Prozent im Vorjahr. In der Relation von Bilanzsumme und Bevölkerungszahl zählt das Haus zu den gut aufgestellten Instituten. Das Kreditgeschäft wuchs weiter, gleichermaßen angetrieben von der ungebremsten Bautätigkeit am "beliebten Wohnstandort" und neuen Gewerbebauten, wobei die hohen Tilgungsrückflüsse das Neuausleihvolumen in Höhe von 217,9 Millionen Euro auffingen. "Die Stadtsparkasse bleibt Hauptfinanzierer des Langenfelder Mittelstandes", so Vorstandsvorsitzender Dirk Abel.

Infolge der andauernden Niedrigzinsphase setzten sich die strukturellen Verlagerungen im Einlagengeschäft fort. Die Sichteinlagen stiegen auf rund 450 Mio. Euro (+ 3,6 Prozent), bei den Sparkassenbriefen verringerte sich der Bestand um 13,1 Prozent. Dennoch zahlte das Unternehmen in 2017 insgesamt 9,9 Millionen Zinsen an seine Kunden.

In dem schwachen Zinsumfeld folgten die Kunden verstärkt den Empfehlungen der Vermögensberater, verschiedene Anlageformen zu nutzen; das positive Börsenjahr erleichterte solche Entscheidungen. Die in 2017 rund 175 Millionen Euro, die Neukunden anlegten, sehen die Verantwortlichen als Erfolg ihrer auch personell verbesserten Beratung. "Wir verkaufen längst nicht mehr nur eigene Papiere, und viele neue Kunden kommen auf Empfehlung unserer bisherigen Kunden."

Die Digitalisierung setzt sich fort, Veränderungsprozesse treffen die gesamte Finanzbranche. Die klassische Geschäftsstelle wird nur noch bei konkretem Beratungsbedarf aufgesucht, stattdessen gibt es mobile Zugriffsmöglichkeiten wie Online-Banking oder die Sparkassen-App. Mit der komplett umgestalteten Internet-Filiale gelingt es, auch die älteren Kunden an die neue Technik heranzuführen, auch mit Hilfe der Testgeräte in der Sparkassen-Hauptstelle.

Die Gesamtsituation des Hauses mit seinen fast unverändert 220 Mitarbeitern sieht Abel entspannt. "Dauerhafte Selbstständigkeit als eigenständiges und unabhängiges Kreditinstitut bleibt das oberste strategische Ziel der SSKL. Mit unserem leistungsstarken Team werden wir auch in 2018 die Marktchancen nutzen."

In Sachen Sozialbilanz verweist die Stadtsparkasse auch auf den Zweckertrag. "Die hiesigen Vereine wurden über Bürgerstiftung, PS-Zweckertrag, Spenden und Sponsoring mit insgesamt 187.000 Euro unterstützt", so Noack.

(RP)
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