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Die Prismaschule in Langenfeld stellt sich vor

Weiterführende Schulen in Langenfeld : Die Prismaschule gibt „Für jeden das Beste“

Welche weiterführende Schule soll mein Kind besuchen? Diese Frage stellen sich aktuell viele Eltern. Die Schulen bieten in den kommenden Wochen Infotage – wir stellen sie parallel dazu ausführlich vor und beantworten die wichtigsten Fragen. Wir starten mit der Prismaschule in Langenfeld.

Im Jahr 2013 wurde die Prismaschule, die damals noch am Fahlerweg ansässig war, gegründet. Seit 2016 sitzen die Schüler im Neubau an der Fröbelstraße, für die Oberstufenschüler gibt es ein eigenes Gebäude Am Hang. Schulleiter Raoul Schlösser gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Schulalltag.

Eckdaten Insgesamt besuchen rund 1000 Schüler die Langenfelder Gesamtschule. Absolvieren können sie die Schullaufbahn mit dem Hauptschul- oder Realschulabschluss sowie der Fachhochschulreife und der Allgemeinen Hochschulreife. Über die Aufnahme an der Schule entscheidet bei zu großer Nachfrage das Los. Die Klassen bestehen jeweils aus 27 bis 29 Schülern, die von 98 Lehrkräften und vier Referendaren unterrichtet werden.

Unterricht Der Unterricht wird in der Regel als 90-minütige Doppelstunde abgehalten. In der Sekundarstufe II finden auch Einzelstunden mit einer Länge von 45 Minuten statt. Neben den regulären Schulfächern werden auch Bionik und das Fach „Ehrenamt“ angeboten. In verschiedenen Arbeitsgemeinschaften wie der Theater- und Streicher-AG, unterschiedlichen Sport- oder der künstlerischen Graffiti-AG können Schüler ihre individuellen Interessen vertiefen. Neben Englisch und Französisch ist Spanisch als Fremdsprache bereits ab der siebten Klasse belegbar und damit schon früh im Lehrplan zu finden.

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Schwerpunkte Die Prismaschule stützt sich auf drei Säulen: MINT, Kommunikation und Design sowie Internationalität. Diese sorgen für die Integration fachspezifischer Zusatzfächer wie Bionik. Im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich ist außerdem die Teilnahme an Wettbewerben wie der Mathematik-Olympiade möglich. Die Internationalität der Schule zeigt sich neben dem möglichen Erwerb unterschiedlicher Fremdsprachenzertifikate und dem Ergänzungsfach  „Cultural Studies“ auch an diversen Auslandsklassenfahrten und einem Austausch mit Partnerschulen aus Spanien und Polen.

Betreuung Der reguläre Schulunterricht endet spätestens um 15.45 Uhr. In der Mensa haben die Schüler die Möglichkeit, sich für rund 3,50 Euro ein Mittagessen zu holen. „Das Küchenpersonal kauft die Lebensmittel selbst ein, möglichst lokal beim Bauern“, so Schulleiter Schlösser. „Gekocht wird frisch vor Ort.“

Förderung Individuelle Förderung steht im Fokus der Prismaschule und dient als Grundsatz für die Leitidee „Nicht für jeden das Gleiche, aber für jeden das Beste“. Sowohl schwächere als auch stärkere Schüler erhalten eine Förderung in Fächern wie Deutsch und Mathematik. Mit der Begabungsförderung, auch als „Drehtür-Modell“ bekannt, werden knapp 25 besonders begabte und motivierte Schüler gesondert in ihren Fähigkeiten gefördert. Im Projekt „Expertenarbeit“ setzen sie sich unter Hilfestellung  von Mentoren intensiv mit Themen auseinander, deren Ergebnisse sie am Akademieabend ihren Mitschülern und Eltern vorstellen.

Zukunft „In unserer Schule ist alles auf dem neuesten Stand und sehr schick“, sagt Schulleiter Schlösser. Einzelne Naturwissenschaftsräume würden aktuell renoviert, sollen aber Anfang 2022 fertiggestellt werden. Im Rahmen der weiteren Digitalisierung haben die Klassen 8, 9 und die EF bereits iPads erhalten. Die restliche Auslieferung für die weiteren Jahrgänge soll laut Schlösser bis September 2022 abgeschlossen sein. Ab Dezember ist die Prismaschule zudem offiziell Mitglied des bundesweiten Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Auch eine Erasmus-Zertifizierung sei bereits beantragt.

Konfliktlösung Über das Projekt „Klassenrat“  stellen die Schüler intern in ihren Klassen Regeln für ein gemeinsames Miteinander auf. Bei Streitfällen, die die Schüler nicht untereinander klären können, stehen Beratungslehrkräfte und die Schulsozialarbeit zur Hilfe. Außerdem haben alle Fünftklässler Klassenpaten aus der 9. Klasse.

Rückzugsorte „Als Rückzugsorte stehen den Schülern das Selbstlernzentrum, eine Art Open-Office, und das Silentium zur Verfügung“, so Schulleiter Schlösser.

Klassenfahrten „In der 5. Klasse organisieren wir Klassenfahrten, die möglichst regional und lokal sind, zum Beispiel nach Duisburg oder Neuss mit dem ÖPNV, auch mit Blick auf die Nachhaltigkeit“, sagt Schulleiter Schlösser. „In der 9. Klasse finden Fahrten deutschlandweit, maximal aber ins benachbarte Ausland wie die Niederlande, statt.“ Auch ein Ausflug in der EF sei möglich. 48 Schüler aller Jahrgänge können zudem mit dem Bus auf eine einwöchige Skifreizeit fahren. Das Reiseziel sei in der Regel das Zillertal, sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene können am Ausflug teilnehmen. Mit den Partnerschulen, dem Colegio Santo Tomás in Pamplona, Spanien sowie dem Lyzeum in Konin, Polen, findet zudem ein Austausch statt.

Förderverein Laut Schlösser unterstütze der Förderverein die Schule jährlich mit 10.000 bis 12.000 Euro. „Der Förderverein hat auch jetzt wieder ein Unterstützungsvolumen von 12.000 Euro für 2022 avisiert.“ Die knapp 400 Mitglieder unterstützten unter anderem Anschaffungen für die Naturwissenschaften und hätten  auch einen 3D-Drucker für die Schüler mitfinanziert.

Mitbestimmung Über die Schüler-SV-Arbeit und die Schulpflegschaft hätten die Schüler die Möglichkeit, das Schulleben aktiv mitzugestalten, so der Schulleiter. „Neu ist außerdem der didaktische Ausschuss.“ Auch die Eltern würden bei Veranstaltungen mit eingebunden: „Wir hatten vergangenes Jahr einen Eltern-Schüler-Lehrer-Workshop, den wir gerne wieder aufgreifen würden.“

Ehemalige Aufgrund des noch jungen Bestehens der Prismaschule und der dadurch geringen Anzahl an bisherigen Absolventen gebe es bisher keinen Alumni-Verband, so Schulleiter Schlösser. In Zukunft könne er sich aber die Beratung durch Ehemalige bei den Berufsberatungstagen vorstellen.

Handynutzung Handys sind an der Prismaschule mit Einschränkung erlaubt. Einzige Ausnahme sind die Klassen 5 und 6. Für ältere Schüler ab Jahrgangsstufe 7 gilt: Handys sind auf dem Schulhof erlaubt, im Gebäude müssen sie ausgeschaltet werden.

Fahrräder Verschiedene Abstellmöglichkeiten mit Bügelsystem sorgen an beiden Standorten der Prismaschule für ein sicheres Parken von Fahrrädern. Insgesamt sind es laut Schlösser vier Zonen, die den Schülern zur Verfügung stehen. Zu regelmäßigen Schulwegunfällen mit dem Fahrrad komme es seines Wissens nach nicht: „Als Schulleiter ist mir keine bestimmte Gefahrenstelle bekannt.“