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Die Peter-Ustinov-Schule aus Monheim stellt sich vor

Serie Unsere Schulen : An der Ustinov-Schule gilt der Leitsatz „Vorurteile durch Bildung abbauen“

Viele Eltern beschäftigen sich aktuell damit, auf welche Schule sie ihr Kind im nächsten Jahr schicken möchten. Ergänzend zu den Infotagen der Schulen möchten wir diese parallel vorstellen. Heute: die Peter-Ustinov-Gesamtschule.

Die Peter-Ustinov-Gesamtschule wurde 1982 gegründet und befindet sich an der Falkenstraße auf dem Sandberg. Als Schulgemeinde fühlt sie sich dem Zitat ihres Namenspaten, Peter Ustinov, verpflichtet: „Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen“. Das spiegelt sich unter anderem im Schulkonzept als „bunte“ Schule wieder, in der alle einen Platz finden und sich ihren Fähigkeiten entsprechend weiterentwickeln können. Der Schulleiter beantwortet die wichtigsten Fragen.

Eckdaten 1310 Schüler besuchen die Peter-Ustinov-Gesamtschule. 125 Lehrer, ein Schulpsychologe, drei Sozialarbeiter, eine Mitarbeiterin der Jugendberufshilfe und eine Mitarbeiterin Inklusion arbeiten im multiprofessionellen Team zusammen. An der „PUG“ können Schüler den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 und 10 erwerben, ebenso den mittleren Bildungsabschluss (FOR) und FOR mit Qualifikation zum Besuch der Gymnasialen Oberstufe. Die Oberstufe kann entweder mit der Fachhochschulreife oder der Allgemeinen Hochschulreife abgeschlossen werden. „Bei der Schülerauswahl bilde ich auf Grund der Zeugnisnoten zwei Leistungsgruppen. Jeweils die Hälfte der Plätze gehen an leistungsstärkere Schüler und Leistungsschwächere“, berichtet Sänger. Bei Überhängen entscheide das Los. Die Klassengröße liegt bei 27 bis 30 Schülern. Alle Schüler beginnen in der Klasse 5 mit Klassenunterricht. Im Laufe der Jahre werden die Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik und Chemie in leistungsdifferenzierten Gruppen unterrichtet. „Die Zuweisung zu diesen Erweiterungs- und Grundkursen stellt die Weichen für einen bestimmten Schulabschluss“, sagt Sänger. Bis zum Ende der Jahrgangsstufe 9 würden die Schüler in der Regel versetzt.

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Unterricht Eine Schulstunde an der PUG dauert länger als anderswo, nämlich 65 Minuten. Neben den regulären Fächern wird zudem Hauswirtschaft, Technik, als Wahlpflichtfach „Darstellen und Gestalten“ und als Zusatzfach „Verantwortung“ und „3D-Druck“ in Jahrgang 9 angeboten. Neben den üblichen AGs können die Schüler sich als Medienscouts ausprobieren, in der Swift-AG Drohnen-Programmierung erlernen, sich mit Japan befassen oder sich im Schulsanitätsdienst und als Schülerlotsen engagieren.

Betreuung Es gibt an der PUG eine verlässliche Nachmittagsbetreuung. In der eigenen Schulmensa kostet ein Essen 3,20 Euro. Zur Auswahl stehen täglich eine vegetarische und eine Mahlzeit mit Fleisch. Die Essen werden nach dem Cook- and Chill-Verfahren zubereitet.

Zukunft Im Frühjahr 2022 fangen die Bauarbeiten für einen großen Neubau an. „Wenn alles fertig ist, wird es eine neue Mensa, eine vierte Sporthalle und neue naturwissenschaftliche Räume einschließlich Lehrküche und Technikräumen geben“, so Sänger. Der gesamte Bestand an Räumen werde dann mit elektronischen Displays und Apple-TV und neuen Möbeln ausgestattet sein. Als weitere Projekte sind ein Fitnessraum mit Spinning-Rädern geplant, außerdem soll die Schildkrötenanlage und der Bistrobereich in der gymnasialen Oberstufe neu gestaltet werden. „Und wir sind eine iPad-Schule: Alle Schüler und Schülerinnen und alle Lehrkräfte haben ein personalisiertes iPad“, sagt Sänger.

Schwerpunkt Die Gesamtschule hat einen musischen Schwerpunkt: Sie bietet ab Jahrgang 5 eine Bläserklasse, die Schüler musizieren gemeinsam im Unterstufenblasorchester und im Jugendblasorchester, die beide in Kooperation mit der Musikschule Monheim organisiert werden. Außerdem gibt es den Schulzirkus Monte Sandino, der sich durch zahlreiche über das Jahr verteilte Auftritte bemerkbar macht. Schüler der Medien-AG helfen beim iPad-Support.

Konfliktlösung Es gibt den Klassenrat, außerdem arbeitet die Schule in diesem Arbeitsfeld mit Sozialarbeit und Schulpsychologie zusammen.

Rückzugsorte Als Rückzugsort dient den Schülern der gymnasialen Oberstufe ein selbstverwalteter Schülerarbeitsraum mit Chill-Ecke. Allen Schülern stehen zudem die Schülerbibliothek, der Treff und drei neue Lernpodeste in Flurbereichen zur Verfügung.

Mitbestimmung Pro Schuljahr treten Elternpflegschaft, Schülervertretung und Kollegium, sowie die Schulpflegschaft zu vier Treffen zusammen. Die Schulsprecher treffen sich wöchentlich mit ihren SV-Lehrern, bei Bedarf auch mit der Schulleitung. Die einzelnen Klassenpflegschaften tagen zwei Mal jährlich. Der Vorstand des Fördervereins hält regelmäßige Treffen mit der Schulleitung ab.

Förderverein Im Jahr 2020 hat der Förderverein der Schule die Mitausstattung eines Fitnessraumes für Schüler und eine mobile Musikanlage für die Fachschaft Sport mitfinanziert. Außerdem wurden Requisiten für den Schulzirkus, Traversen für die Beleuchtungsanlage für Auftritte von Zirkus und Orchester angeschafft.

Klassenfahrten Die Klassenfahrten in den Jahrgängen 6 und 8 finden innerhalb von Deutschland statt. Die Jahrgangsstufe 12 unternimmt Kursfahrten innerhalb Europas und besucht das Berufsorientierungsseminar in Gummersbach. Die Angebotsfahrten in der Jahrgangsstufe 7 führen nach Friesland, wo Boote gechartert werden. Für den Jahrgang 8 wird ein Schüleraustausch mit der Partnerstadt Atasehir angeboten. Der Jahrgang 10 unternimmt in der Regel eine Gedenkstättenfahrt nach Krakau und nimmt am Schüleraustausch mit Atasehir teil. Der Jahrgang 10/11 fährt eine Woche Ski und der Jahrgang 11/12 ist am jährlichen Schüleraustausch mit Wiener Neustadt beteiligt.

Partnerschulen gibt es in den Monheimer Partnerstädten, eine in Wiener Neustadt und zwei in Atasehir.

Förderung Die Förderung besonders starker und schwacher Schüler findet im Rahmen der sukzessiven Differenzierung in leistungsstärkere E-Kurse und leistungsschwächere G-Kurse statt. Im neunten und zehnten Jahrgang werden Fachförderstunden in Deutsch und Mathematik angeboten. Es gibt zudem eine Förderung von Schülern mit Lese/Rechtschreibschwäche. Leistungsstarke Schüler sind außerdem durch das Projekt „Schüler helfen Schülern“ in die Unterstützung bei der Erledigung von Aufgaben eingebunden. Die Schule setzt das Lernzeitenkonzept um und nimmt am Modellprojekt „MoKi inklusiv“ zur Arbeit in inklusiven Lerngruppen teil.

Ehemalige Die Schule versucht, ehemalige Schüler in das Schulleben zu integrieren: Sie werden zum jährlichen Sommerfest eingeladen, spielen zum Teil in den Orchestern, helfen im Zirkus und sie berichten im Rahmen von KAoA über ihre Berufsausbildung.

Handys Handys sind unter Wahrung von Persönlichkeitsrechten nutzbar. „Ausnahmen gelten für den Unterricht und bestimmte Schulbereiche“, sagt der Schulleiter Sänger.

Fahrräder Es gibt Fahrradständer auf dem Schulgelände. Zu Schulwegunfällen mit Rädern kommt es seines Wissens nicht, sagt Sänger.