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Langenfeld: Die Messe macht die Welle

Langenfeld : Die Messe macht die Welle

Neun Meter breit steht "The Wave" bei der Boot.

Am Samstag nächster Woche startet in Düsseldorf wie in jedem Januar die bedeutendste Wassersportmesse der Welt. Zur Boot werden 1813 Aussteller aus mehr als 70 Ländern erwartet. Die 48. Boot findet vom 21. bis 29. Januar statt. Boot-Chef Petros Michelidakis, zum ersten Mal nach dem Abschied von Goetz-Ulf Jungmichel allein am Steuer der Leitmesse, hofft auf 250.000 Besucher, was in etwa dem Vorjahreswert entspräche. Die Zahl der Boots-Besucher schwankt stark in Abhängigkeit vom Wetter. Bei einem Winter-Wochenende mit viel Eis und Schnee könnte die Besucherzahl hinter den Erwartungen zurückbleiben. Wir geben einen Überblick über die Boot 2017.

The Wave Die "The Wave" genannte neun Meter breite stehende Welle ist definitiv die größte Neuerung zur Boot 2017. Sie ist im neuen Aktionsrahmen Surfers Village in Halle 2 zu sehen und auch auszuprobieren. Sowohl Profis als auch Kinder und Einsteiger dürfen auf ihr Surfen. Mit der Eintrittskarte zur Messe ist das Surfen kostenlos.

Anmeldungen sind täglich zwischen 10 und 11 Uhr möglich. Messechef Werner Dornscheidt erwartet eine sehr große Nachfrage. Neoprenanzüge und Helme werden gestellt.

Die Technik soll eine stehende Welle zwischen einem und eineinhalb Metern Höhe erzeugen. Mit zehn Pumpen wird das 25 Grad warme und 1,40 tiefe Wasser zu Wellen hochgepumpt, die echten Meereswellen nur unwesentlich nachstehen. The Wave ist ein Projekt der beiden Ingenieure Susi und Rainer Klimaschewski.

Schnuppertauchen Besucher können im 6 mal 4,60 Meter großen und 1,80 Meter tiefen Pool (Hallen 3/4) selbst vor Ort einen Tauchgang absolvieren. Die Tauchausrüstung mit Anzug, Druckluftflasche, Atemregler und Flossen wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Tauchausbilder geben Tipps und Ratschläge. "Erstmals ist auch betreutes Tauchen für Menschen mit Behinderung möglich", sagt Messechef Dornscheidt.

Superjachten Für die meisten Besucher der Boot dürften die Kähne in Halle 6 zwar ein bloßer Traum bleiben, dennoch lohnt ein Besuch. 60 Superjachten mit bis zu 30 Meter Länge sind dort zu sehen. Die teuerste in diesem Jahr: "Die Princess 30M mit einer Länge von 99 Fuß (30 Meter) und einem Preis von mehr als 7,5 Millionen Euro", sagt Petros Michelidakis. Es geht aber auch preiswerter. Die Azimut Magellano M66 (20,15 Meter) kostet "nur" 1,85 Mio. Hinzu kommt mit der Monte Carlo 70 (21,3 Meter) für mehr als 3 Mio. Euro ein französisch-italienisches Schmuckstück.

Segelboote Der Markt für Segelschiffe ist noch immer nicht aus der Krise gekommen. Auf der Boot merkt man das aber nicht. In den Hallen 14 bis 17 zeigen 360 Hersteller von Jollen, Katamaranen und diversen anderen Segeljachten ihre Produkte.

Motorboote Die Aussteller in den Hallen 4 bis 6, 9, 10 und 17 zeigen zum Teil oder komplett Motorboote. Mit einem Simulationsspiel kann dort etwa virtuell ein Schiff auf dem Rhein entlang der realistisch dargestellten Düsseldorfer Stadtkulisse gesteuert werden. Der Motorbootssport präsentiert die Powerboatworld in der Halle 4 mit extra-schnellen Schiffen.

(tb.)