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Langenfeld: Die Herausforderer des Bürgermeisters

Langenfeld : Die Herausforderer des Bürgermeisters

Sascha Steinfels (SPD) tritt am 25. Mai gegen Amtsinhaber Frank Schneider (CDU) an. Auch Grüne und FDP werden eigene Kandidaten aufbieten.

Wenn sich Bürgermeister Frank Schneider (CDU; 50) am 25. Mai erstmals zur Wiederwahl stellt, dann tritt er gegen mindestens drei Kandidaten anderer Parteien an. Die SPD hat bei ihrer Mitgliederversammlung am Dienstagabend erwartungsgemäß Sascha Steinfels (30) zum Bewerber um die Spitzenposition im Rathaus gekürt.

 Noch mit Fragezeichen: Günter Herweg (l., Grüne) und Frank Noack (m., FDP). Sascha Steinfels (r.) ist Bürgermeister-Kandidat der SPD.
Noch mit Fragezeichen: Günter Herweg (l., Grüne) und Frank Noack (m., FDP). Sascha Steinfels (r.) ist Bürgermeister-Kandidat der SPD. Foto: rm-, Grüne

Auch Grüne und FDP werden bei der Kommunalwahl eigene Bürgermeister-Kandidaten ins Rennen schicken. Von den zurzeit im Stadtrat vertretenen Parteien verzichtet allein die Bürgergemeinschaft Langenfeld (BGL) auf diese Möglichkeit. Die RP sprach mit Amtsinhaber und (möglichen) Gegenkandidaten, befragte die Parteien auch nach den Bewerberlisten für den nächsten Stadtrat.

 Noch mit Fragezeichen: Günter Herweg (l., Grüne) und Frank Noack (m., FDP). Sascha Steinfels (r.) ist Bürgermeister-Kandidat der SPD.
Noch mit Fragezeichen: Günter Herweg (l., Grüne) und Frank Noack (m., FDP). Sascha Steinfels (r.) ist Bürgermeister-Kandidat der SPD. Foto: rm-, Grüne

CDU Im vergangenen Herbst hatte der seit 2009 amtierende Schneider entschieden, sich wie die meisten NRW-Bürgermeister ein Jahr früher als vorgesehen bereits am 25. Mai zur Wahl zu stellen. Im Gespräch mit der RP wies der Nachfolger von Magnus Staehler (CDU) darauf hin, dass in der laufenden Ratsperiode mit absoluter Mehrheit der Christdemokraten "viele Dinge angepackt und abgearbeitet wurden, die ich im Wahlkampf 2009 angekündigt hatte".

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Dazu zählte er den mit zusätzlichem Personal und neuen Strukturen "an oberster Stelle positionierten Klimaschutz", zu dem auch veränderte Geschäftsfelder der Stadtwerke gehörten. Ferner seien neue Gewerbegebiete, Wohnsiedlungen und Bildungsangebote mit neuer Gesamtschule vorangekommen, zudem die Schuldenfreiheit beibehalten worden. "Unser Haushalt ist eigentlich ausgeglichen. Nur nimmt uns die drohende Zwangsabgabe Spielräume, etwa die Gewerbesteuer zu senken." Bereits im November wählten die CDU-Mitglieder mit 99 Prozent Schneider zum Bürgermeistermeister-Kandidaten und legten die Ratsbewerber für die 22 Wahlkreise fest. Mit wenigen Ausnahmen gehören sie bereits dem Stadtrat an.

SPD Mit 98 Prozent kürten die Sozialdemokraten ihren Ratsfraktionschef Sascha Steinfels erneut zum Bürgermeister-Kandidaten. Obwohl er 2009 mit 12,3 Prozent (siehe Infobox) eine herbe Wahlschlappe erlitten hatte, äußerte sich der stellvertretende Regionalleiter der Bahn-Baubetriebsplanung angriffslustig. Vor fünf Jahren sei die damals zerstrittene SPD nicht geschlossen aufgetreten, so Steinfels. In der laufenden Ratsperiode habe sie als Oppositionspartei aber wieder Einigkeit gezeigt. Nach Steinfels' Ansicht gibt es Stellschrauben, um die Vorherrschaft der Langenfelder CDU zu brechen. "Das jetzt als Erfolg gefeierte schnelle Glasfasernetz in städtischer Regie hatten wir schon lange gefordert. Auch der Bau der zweiten Gesamtschule hätte schon viel früher angepackt werden können." Direkt hinter Steinfels stehen auf der Bewerberliste für den Stadtrat Namen von SPD-Politikern, die dem Gremium heute schon angehören.

Grüne Die Mitgliederversammlung wird am 17. Februar über die Bewerber der Grünen entscheiden. Der Chemiker und Ratsherr Dr. Günter Herweg (65) stellt sich dort als Bürgermeister-Kandidat zur Wahl. "Je mehr Bewerber am 25. Mai antreten und ein breites Spektrum bieten, umso eher ist ein zweiter Wahlgang möglich, bei dem die Bürger dann direkt über den Bürgermeister entscheiden." Alle heutigen Grünen-Ratsleute kandidieren wieder um einen Listenplatz.

FDP Auch die Liberalen werden einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten benennen; die Mitgliederversammlung ist am 4. März. Ratsherr und Diplom-Kaufmann Frank Noack (45) ist nach eigenen Worten hierzu bereit, doch sei auch noch ein Parteikollege im Gespräch, der sich noch nicht entschieden habe. Für einen Platz auf der FDP-Liste kandidieren alle heutigen Ratsmitglieder.

BGL Traditionsgemäß wird die BGL nach den Worten von Fraktionschef Gerold Wenzens weder einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten benennen, noch den einer anderen Partei unterstützen. "Jeder Bürger soll selber entscheiden, wem er bei solch einer Personalwahl seine Stimme gibt."

(RP)