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Langenfeld: Die FDP nutzt Wasserburg als Wahlkampfbühne

Langenfeld : Die FDP nutzt Wasserburg als Wahlkampfbühne

70 Gäste lauschen beim Jahresauftakt Alexander Graf Lambsdorff in Haus Graven.

Am Ende gibt es das Buch "Das Double". Da strahlt Alexander Graf Lambsdorff. "Das Double" erinnert an die beste Saison seines Lieblingsvereins 1. FC Köln, der in der Saison 1977/78 das Double holte - die Bundesliga-Meisterkrone und den DFB-Pokal. So was will der Mann mit der hohen Stirn und dem für die FDP geradezu in Gold geprägten Namen auch. Alexander Graf Lambsdorff plant den geordneten Absprung aus dem Europaparlament in den Bundestag.

"Das scheint ja in diesen Tagen 'in' zu sein", sagt der Vizepräsident des Europarlaments als Anspielung auf den SPD-Mann Martin Schulz. "Wir kennen uns gut und haben uns vorgenommen, ein Stück Europa in den Bundestag zu tragen!" "Vielleicht ist das einfach auch nur der sicherere Posten", murmelt einer in der letzten Reihe. Ansonsten lauschen rund 70 örtliche Liberale einem Politiker, der deutlich hörbar längst auf Wahlkampfmodus umgeschaltet hat.

Denn die FDP will zurück in den Bundestag. Da ist die nordrhein-westfälische Landtagswahl am Landes-Muttertag 14. Mai eine wichtige Etappe. Also gibt der Langenfelder FDP-Chef Moritz Körner die Vorgruppe zum Hauptredner - wettert auf Innenminister Ralf Jäger, der den Nordrhein-Westfalen jedes Sicherheitsgefühl genommen habe und stellt Schulministerin Sylvia Löhrmann ins Unrecht, die mit Inklusion und G8 an Gymnasien lediglich pure Ideologie im Sinn gehabt haben - und nicht das "jeweils beste Bildungssystem für unsere Kinder".

Alexander Graf Lambsdorff sagte geradeheraus, warum die FDP wieder in den Bundestag einziehen muss: "Selbst Leute, die uns nicht wählen, sagen - ihr fehlt als Stimme der Marktwirtschaft."

(dne)