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Langenfeld: Das sind die beliebtesten Sportler aus Langenfeld

Langenfeld : Das sind die beliebtesten Sportler aus Langenfeld

Der Stadtsportverband ehrte Sportler des Jahres: Sie spielen Unterwasserrugby, Tischtennis oder betreiben Judo.

Wenn Merle Grigo ihre sportlichen Erfolge aus dem Jahr 2012 aufzählt, muss sie ab und zu innehalten und nachdenken — es waren einfach so viele. Die 16-jährige Langenfelderin erreichte Platz 2 bei den Deutschen U20-Meisterschaften und wurde Dritte in der Altersklasse U17. Sie gewann die Westdeutschen Meisterschaften U18 und wurde Zweite im Bereich U20. Außerdem wurde sie Deutsche Meisterin mit dem Landesverband NRW und landete bei einem internationalen Turnier in Bad Blankenburg auf dem Treppchen. Es war das bisher erfolgreichste Jahr ihrer Karriere. Dafür wurde die Judoka des Judo-Clubs Langenfeld (JCL) nun vom Stadtsportverband als Sportlerin des Jahres geehrt.

Ihr männliches Pendant ist der Unterwasserrugby-Spieler Mario Strothotte vom Schwimmverein Langenfeld (SVL). Zur Mannschaft des Jahres wurde der Tischtennis-Verbandsligist TTG Langenfeld gewählt. "Die Auszeichnung kam für mich überraschend, weil die Konkurrenz sehr stark war", meint Grigo. "Das ist ein schöner Titel, über den ich mich sehr freue." Die Wahl lief erstmals über eine Abstimmung im Internet. Dort setzte sich die Gymnasiastin unter anderem gegen Fabienne Depres (Badminton) und Ulrike Goertz (Bogenschießen) durch. Bei den Männern konnte sich am Ende Mario Strothotte über die goldene Medaille freuen.

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Der 18-Jährige gewann mit dem Junioren-Nationalteam die Europameisterschaft im Unterwasserrugby. Da der SVL in der exotisch anmutenden Sportart keine eigene Mannschaft mehr stellen konnte, spielt Strothotte inzwischen für die FS Duisburg in der Bundesliga-West. "Ich hatte gehofft, dass ich gewinnen könnte — auch wenn ich eine Sportart ausübe, die nicht jeder kennt", sagt Strothotte, der sich in der öffentlichen Abstimmung unter anderem gegen den Joris Kuger (Judo) und Thomas Dintzsch (Bogenschießen) durchsetzte. "Vielleicht hilft die Ehrung dabei, Unterwasserrugby bekannter zu machen. Das ist eine konditionell sehr anspruchsvolle Sportart, die einfach Spaß macht."

Spaß haben auch die Spieler des TTG Langenfeld, die 2012 in die Verbandsliga aufgestiegen sind. Die frisch gewählte Mannschaft des Jahres lieferte in der vergangenen Spielzeit starke Leistungen ab — auch weil sich die Spitzenspieler Vladimir Rups und Steven-Marc Neuser nahtlos in das Team einfügten. Zunächst schien sich der Erfolg in der neuen Liga fortzusetzen. Doch nach Platz 3 in der Rückrunde folgte eine Negativserie. Inzwischen ist die TTG auf Platz 6 abgerutscht. "Der Start in die Rückrunde verlief leider nicht nach unseren Vorstellungen", meint Mannschaftssprecher Stefan Boll, "aber die Auszeichnung gibt uns sicher noch etwas Rückenwind für den Rest der Saison. Wir sind über die Ehrung ebenso überrascht wie erfreut." Die Tischtennisspieler lagen in der Abstimmung am Ende vor den Damen des SKC Langenfeld (Sportkegeln) und den Volleyballerinnen der SG Langenfeld, die in der 3. Liga spielen.

Am Freitagabend wurden noch etliche weitere Athleten ausgezeichnet — von American Football bis Sportschießen. Den Ehrenteller des Stadtsportverbandes erhielten Alexandra Sportmann, Jürgen Steinbrücker, Hartmut Zerfass, Wolfgang Schmelz und Elmar Widera aus dem Team des "capp-Sport-cup" (cSc).

(RP)