Monheim: Das Kreativ-Café eröffnet im Sommer

Monheim : Das Kreativ-Café eröffnet im Sommer

Miriam Winzer (37) und Simone Windges (34) machen sich mit einem neuen Konzept in der Monheimer Altstadt selbstständig. "Mit Liebe" heißt ihr Café an der Turmstraße, an das eine kleine Werkstatt für Näh- und Werkkurse grenzt.

Die Fensterscheiben sind mit Packpapier verklebt, und im Erdgeschoss des Hauses Turmstraße 17 riecht es nach Zement. "Der Umbau kann jetzt endlich losgehen", freuen sich Miriam Winzer (37) und Simone Windges (34). Die Kernsanierung ist abgeschlossen und die Mietverträge mit der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG), die die Immobilie gepachtet hat, sind gemacht. Die beiden Monheimerinnen haben sich nach der Elternzeit spontan entschlossen, ihre alten Berufe in der Werbung und der Reisebranche an den Nagel zu hängen und den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Bis ins kleinste Detail stehen die Pläne für das Kreativ-Café in der Monheimer Altstadt fest. "Mit Liebe" soll es heißen. "Alle guten Dinge, die wir selber schätzen, möchten wir an unsere Gäste weitergeben", beschreibt Miriam Winzer die Zielrichtung. Rund 100 Quadratmeter hat das Duo dafür zur Verfügung.

Morgens möchten die Betreiberinnen "ein gutes Frühstück mit Wurst vom Metzger, selbst gemachten Marmeladen, Eiern vom Bauern und frischem Hefezopf" servieren. Mittags gibt es leichte Snacks. "Wir bieten Salate und Suppen an", sagt Simone Windges. Das Highlight am Nachmittag werden die selbst gebackenen Kuchen sein. "Wir backen beide gerne", bekundet die beiden. Als kulinarische Ergänzung bereiten Winzer und Windges an der Theke röstfrischen Kaffee mit einer italienischen Siebträgermaschine zu. "Die Bohnen beziehen wir aus einer kleinen Rösterei", sagt die 37-Jährige. "Und wir haben extra einen Kursus für Kaffee-Kenner besucht", ergänzt ihre Mitstreiterin. 30 Sitzplätze an weiß lackierten Holztischen wird es geben. Das Ambiente soll dezent in Grau-Weiß gehalten sein. Für den warmen Touch sorgt der Holzboden mit Eichendielen. Die Lampen über den Tischen fertigt Simone Windges aus alten Sammlertassen; über der Theke leuchten Glühlampen in Einmachgläsern. Mit rosafarbenem Textilband, das um die Kabel gewickelt ist, setzen die Frauen Akzente: "Für Mädchen eben." Ein ausladendes Chippendale-Sofa lädt zum Kuscheln ein. Auch wenn es eine Spielecke mit Tafel, Kreide und Büchern gibt, eröffnen die Inhaberinnen "kein Familien-Café". "Wir sind natürlich familienfreundlich, wollen aber auch Paaren ohne Nachwuchs ein gemütliches Plätzchen bieten", betonen sie. Dennoch können die Räume für Kindergeburtstage gebucht werden - an den beiden Ruhetagen: Montag und Dienstag.

Die Werkstatt ist mit einer Glastüre vom Café abgetrennt und der große Tisch mit acht Arbeitsplätzen von dort aus gut zu sehen. Hier werden die Geschäftsfrauen selber Nähkurse geben, sich aber auch Unterstützung von Externen holen. "Schließlich stehen wir die meiste Zeit hinter der Theke und in der Küche." Das Angebot wird mit Kunstkursen für Kinder, Teeseminaren, Floristik- und Bastelworkshops ergänzt. Dafür nehmen sie sich Kooperationspartner aus Monheim mit ins Boot wie beispielsweise den Teeladen am Rathaus oder das Stoffhaus Hanke. "Die Nähkursus-Teilnehmer können dort ihre Materialien erwerben."

Estelle Dageroth, Leiterin der Wirtschaftsförderung, freut sich über die neuen Mieter. Nach Sandys Schlagercafé und der Biermanufaktur, ist nun das dritte leerstehende Lokal im Herzen der Altstadt vermietet worden.

(RP)