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Dachdeckermeister Kreishandwerkerschaft Vorstandsmitglied Langenfeld

Langenfelder Handwerk : Goldenes Ehrenzeichen für Thomas Willmes

Der Langenfelder Dachdeckermeister und Jurist Thomas Willmes engagiert sich seit über 30 Jahren ehrenamtlich im regionalen Handwerk.

Der Langenfelder Dachdeckermeister Thomas Willmes hat das Goldene Ehrenzeichen der Handwerkskammer Düsseldorf erhalten. „Das Goldene Ehrenzeichen ist die höchste Regelauszeichnung der Handwerkskammer“, sagt der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Torben Viehl. „Sie wird grundsätzlich von einem Mitglied des Präsidiums der Handwerkskammer für vorbildliches ehrenamtliches Engagement im Handwerk überreicht.“ Zuvor werde ein Antrag, beispielsweise von Innungen oder von Kreishandwerkerschaften auf Verleihung des Goldene Ehrenzeichens gestellt an den Medaillenausschuss gestellt, der die Ehrung dann vornimmt, erklärt Viehl 

Der Langenfelder Dachdeckermeister erhält die Medaille für sein großes ehrenamliches Engagement in den  vergangenen 31 Jahren. Am 1. April 1990 wird Willmes, ein Jahr nach seiner Meisterprüfung, Vorstandsmitglied der Dachdecker-Innung (seit Juni 2010 der Dachdecker- und Zimmerer-Innung) und bleibt es bis Juli 2020. Von April 1995 bis März 2000 ist er stellvertretender Obermeister, von April des Jahres übernimmt er bis Juni 2021 die Position des Obermeisters. Von Dezember 2010 bis November 2021 engagiert sich Willmes zudem als Delegierter zur Kreishandwerkerschaft und als Vorstandsmitglied in der Kreishandwerkerschaft.

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Der 1957 in Haan geborene WilImes besucht in Langenfeld die katholische Grundschule an der Mitmacherstraße. Sein Abitur legt er in Düsseldorf-Benrath ab. „Anschließend habe ich eine verkürzte Lehre im Betrieb meines Vaters gemacht“, erzählt der Geehrte. Obwohl er den Gesellenbrief in der Tasche hat, entscheidet sich der junge Handwerker dazu, Jura zu studieren. Doch nach dem 1. Staatsexamen und dem erfolgreichem Referendariat zieht es den Volljuristen 1984 zurück in den elterlichen Betrieb. „Ich habe mich damals entschieden, nicht Rechtsanwalt zu werden.“

Vier Jahre später entschließt sich Willmes, die Meisterschule zu absolvieren. Die schließt er 1989 erfolgreich ab. In in dritter Generation führt er später den elterlichen Betrieb fort. „Mein Opa hat seine Meisterprüfung 1914 gemacht. Mein Vater schloss sie 1951 ab und ich im Jahr 1989. Und mein jüngster Sohn ist seit 2017 Dachdeckermeister“, freut sich Willmes, dass die Nachfolge geregelt ist.

Sein Ältester, Tobias, arbeitet in der Medizintechnik und Tochter Kristina folgte dem Vater als Volljuristin nach – „da ist dann auch noch diese Seite abgedeckt“, fährt er schmunzelnd fort.

Im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit wird der Dachdeckermeister außerdem Vereidigter Sachverständiger und ist bei Streitigkeiten gefordert. Als Mitglied im Meisterausschuss prüft Willmes den Nachwuchs. Zusätzlich ist er Mitglied im Sachverständigenausschuss der Dachdecker. „Im Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre habe ich alle Höhen und Tiefen im Handwerk miterlebt.“ Aber beklagen will er sich nicht. „Uns geht es in Deutschland doch gut“, meint der Jurist und Handwerksmeister.