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Coronavirus: Am Dienstag zwölf Covid-19-Kranke in Langenfeld und vier Monheim:

Zwölf Covid-19-Kranke in Langenfeld, vier in Monheim : Beide Städte gehen noch weiter auf Abstand

In Langenfeld und Monheim gibt es wegen des Coronavirus weitere Einschränkungen. Das gilt auch für zwei wichtige Ratssitzungen.

In Langenfeld gelten seit  Dienstag weitere Einschränkungen. Die Schließung von Museen, des Kursbetriebes von Volkshochschule, Musikschule oder Jugendkunstschule waren bereits erfolgt, zudem Sportanlagen gesperrt.

Welche Spielflächen werden in Langenfeld noch geschlossen? Ab sofort sind  alle Schulhöfe, Spielplätze, Bolzplätze und Spielflächen  geschlossen. Eine Ausweitung der Schließung des Freizeitparks Langfort  bezieht sich auch ausdrücklich auf die Skateranlage neben dem Freizeitpark. Ab sofort wird kontrolliert (auch abends). Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt, wenn  sich Menschen auf den gesperrten Flächen aufhalten.

Der Freizeitpark Langfort in Langenfeld ist geschlossen, damit sich dort keine Gruppen mehr treffen. Foto: Rheinische Post/Stephan Meisel (mei)

Was ändert sich am Langenfelder Rathaus? Nach Angaben von Stadtsprecher Andreas Voss wird im Rathaus am Konrad-Adenauer-Platz 1 ab dem heutigen Mittwoch eine Eingangskontrolle eingerichtet. „Sie soll den weiterhin beobachteten unkoordinierten Publikumsverkehr für nicht terminierte Gespräche  verringern.“ In der zuvor zu treffenden telefonischen oder digitalen (per E-Mail) Terminvereinbarung wird ausdrücklich die aktuelle Dringlichkeit des jeweiligen Anliegens geprüft.

Das Rathaus Langenfeld darf nur mit Terminabsprache betreten werden. Amtliche Bekanntmachungen hängen an Außenfenstern. Foto: Rheinische Post/Stephan Meisel (mei)

Was wird für die Sicherheit bei Einkäufen getan? Rathaussprecher  Voss verweist auf die Verfügung zu  Hygienemaßnahmen und Eingangskontrollen in der Markthalle, der Stadtgalerie und im Marktkarree. „Die Stadtverwaltung erwartet den Erlass des Landes zur stringenten Durchsetzung von Zugangs- und Öffnungsverboten von Geschäften, Restaurants und Cafés.“

Wird die Langenfelder Ratssitzung mit dem Haushaltsbeschluss am 24. März stattfinden? „Es gilt, die Handlungsfähigkeit der Stadt Langenfeld mit einem beschlossenen Haushalt zu gewährleisten“, betont Bürgermeister Frank Schneider. „Deshalb findet nach aktuellem Stand die für den 24. März,  18 Uhr, terminierte Ratsitzung statt. Allerdings nicht im Bürgersaal des Rathauses, sondern in der Stadthalle.“ Die Tagesordnung wurde in Absprache mit den Fraktionsvorsitzenden verkürzt.  Schneider zufolge kann in der Stadthalle „eine der Situation angemessene Belüftung gewährleistet werden und ist auch der im Moment wichtige Sicherheitsabstand der Personen zueinander möglich“.  Besucher können laut Stadtsprecher Voss  die Sitzung auf der Empore der Stadthalle verfolgen. „Allerdings ist auch dort die Kapazität begrenzt, ein angemessener Abstand einzuhalten, und es sind Anwesenheitslisten am Eingang zu führen.“

Welche Einschränkungen kommen weiter auf die Bürger zu, vor allem beim Einkaufen? Monheims Stadtsprecher Thomas Spekowius ging am Dienstag mit Blick auf eine Vorabmeldung der Landesregierung davon aus, „dass in Kürze voraussichtlich auch im Monheimer Stadtgebiet weitere Geschäfte vorübergehend zu schließen sind“. Ausdrücklich nicht geschlossen werden demnach allein der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau- und Gartenbau- sowie Tierbedarfsmärkte und der Großhandel. „Alle nicht genannten Verkaufsstellen dürfen hingegen vermutlich schon in Kürze nicht mehr öffnen“, betont Spekowius. Pizzerien etwa könnten dann ihre Gerichte jedoch weiter ausliefern, Drive-In-Schalter, wie man sie von Schnellrestaurants kennt, geöffnet bleiben. „Auch in Kioskbetrieben dürfte der Verkauf von Waren weiter möglich sein - ein Verzehr vor Ort hingegen nicht.“ Bürgermeister Daniel Zimmermann: „Die Aufrechterhaltung von Abhol- und Lieferservice-Angeboten gilt ausdrücklich nicht nur für Restaurationsbetriebe.“ Ausdrücklich weist Zimmermann in dem Zusammenhang auf das bereits seit einiger Zeit bestehende und bewährte Lieferserviceangebot der Monheimer Lokalhelden hin.

Wie wird die Monheimer Sitzung des Stadtrats am Donnerstag, 19. März,  ablaufen?  Wie berichtet wird ab 17 Uhr diesmal nur gut die Hälfte der Ratsmitglieder zusammenkommen, so dass Beschlussfähigkeit gewährleistet ist. Zimmermann: „Mit den Fraktionsvorsitzenden wurde abgestimmt, dass von der Peto zwölf, von der CDU vier, von der SPD zwei und von Grünen, FDP und Linken jeweils ein Ratsmitglied zur Sitzung erscheint.“ Auf der Tagesordnung  stehen unter anderem Umbau der Fassabfüllhalle zur Kulturraffinerie K714, die Kindergartenbedarfsplanung und der Baubeschluss für eine Freitreppe in Baumberg. Wer nicht die Übertragung im Rats-TV ansehen, sondern  persönlich im Ratssaal dabei sein möchte, muss sich laut Stadtsprecher Spekowius vor Beginn der Sitzung namentlich registrieren lassen.

(mei)