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Corona-Tote sterben nicht im Richrather Krankenhaus

Versammlungsverbot: nur wenige Verstöße : Corona-Patienten sterben nicht in Richrather Klinik

(pc) Etwa 50 Covid-19-Patienten liegen momentan in den Krankenhäusern des Kreises Mettmann. Rund 15 von ihnen werden auf der Intensivstation betreut. Der 82 Jahre alte Monheimer und eine 78-jährige Langenfelderin, die beide am Samstag gestorben sind, haben nicht im Richrather Krankenhaus gelegen, wie eine Sprecherin auf Anfrage erklärte.

Ein Ratinger (67) starb am Sonntag. Ob bei ihnen Vorerkrankungen vorlagen, teilte das Kreisgesundheitsamt nicht mit. Der Kreis meldet am Sonntag 351 Corona-Erkrankungsfälle und 297 Verdachtsfälle. In Langenfeld gibt es 56 Erkrankte, in Monheim 28, in Erkrath 33, in Haan 17, in Heiligenhaus 12, in Hilden 28, in Mettmann 29, in Ratingen 51, in Velbert 68 sowie in Wülfrath 29. 221 Patienten gelten als genesen. „Der hohe Anstieg der Erkrankten im Vergleich zu den vergangenen Tagen hängt vermutlich mit der Eröffnung der zwei neuen Probeentnahmestellen zusammen. Zuvor wurden täglich 60 Proben entnommen, jetzt hat sich die Kapazität auf 200 Proben pro Tag erhöht“, sagt Kreissprecherin Tanja Henkel. Die vorliegenden Zahlen können nur als Richtwerte gelten. Sie spiegelten nicht den tatsäöchlichen Stand wieder, da einerseits laufend neue Fälle gemeldet werden, andererseits mit hoher Wahrscheinlichkeit zahlreiche unentdeckte Infizierte und eine entsprechende Zahl von Verdachtsfällen eine schwer zu schätzende Dunkelziffer bildeten, heißt es. So dürften auch einige Menschen das Corona-Virus tragen, ohne die typischen Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen und trockenen Husten zu haben.

Polizei und Ordnungsdienste waren am Samstag und Sonntag in beiden Städten unterwegs, um Verstöße gegen das Versammlungsverbot zu ahnden. Es habe aber nur „kleinere Verstöße“ gegeben, bei denen mehrere Leute zusammen standen, so die Leitstelle am Sonntag.