Langenfeld: CO-Pipeline hilft Grünen

Langenfeld : CO-Pipeline hilft Grünen

Die CDU hat am Sonntag im Kreis Mettmann mit 36,4 Prozent der abgegebenen Zweitstimmen besser abgeschnitten als im Landesdurchschnitt (34,6). Schlechter stehen die Christdemokraten mit 33,7 Prozent lediglich im Wahlkreis 39 mit Mettmann-Nord und Wülfrath da. Die Direktkandidaten liegen mit ihren Erststimmen alle über 40 Prozent.

Nach dem Auszählen aller Stimmen im Land in der Nacht zu Montag steht fest, dass von den Listenkandidaten der Parteien aus dem Kreis Mettmann nicht einer im Landtag vertreten sein wird. Auf der Grünen-Liste stehen die Ratingerin Mareike Grigo (Platz 29) und die Mettmannerin Vera Püttmann (35).

Die Liste der Grünen zieht bis Platz 23, so dass beide auch kaum Chancen als Nachrückerinnen haben. Der Mettmanner Dirk Wedel hat auf der Landesliste Platz 15. Er hat damit den Einzug ins Parlament knapp verfehlt. Der letzte Kandidat auf der Liste, der ins Parlament einzieht, hat den 13. Platz inne.

Die SPD-Liste zieht bis Platz zehn. Somit sind Elisabeth Müller-Witt (Ratingen, Platz 21), Birgit Alkenings (Hilden, 39), Matthias Engel (Mettmann, 80) und Volker Münchow (Velbert, 103) chancenlos. Von der CDU-Liste zieht kein Kandidat ins Parlament ein. Alle CDU-Abgeordneten wurden direkt gewählt, auch die Kreis Mettmanner.

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Grüne über Landesdurchschnitt

Die Grünen liegen im Kreis Mettmann mit 12,6 Prozent über dem Landesdurchschnitt von 12,1. Hier hat sich die CO-Pipeline ausgewirkt, die von den Grünen strikt abgelehnt wird. Mit Ausnahme von Monheim (11,2) schneiden sie in den an der Trasse liegenden Städten deutlich über Durchschnitt ab: In Erkrath liegen sie bei 15,8 Prozent und liefern hier ihr bestes Ergebnis ab, in Hilden bei 14,6, Ratingen 12,8. Stark sind sie auch in Langenfeld (13,4) und Haan (13,6). In allen anderen Städten liegen sie unter dem Landesdurchschnitt.

Warnschuss für Bundesregierung

Die Liberalen liegen im Kreis mit 8,2 Prozent ebenfalls deutlich über dem Land (6,7). In Mettmann sind sie mit 10,1 sogar zweistellig, ebenso in Haan (10,2). Das schlechte Abschneiden im Land versteht Kreisvorsitzender Dirk Wedel als Warnschuss für die Bundesregierung.

Die Linke liegt im Kreis mit 5,0 hinter dem Landesergebnis (5,6). Am stärksten sind die Linken im Wülfrath mit 6,3 Prozent. Das Feld der Linken bestellt hier seit Jahren die DLW, die bei der letzten Ratswahl mit 16 Prozent deutlich zweistellig abschnitt. Erfolgreich ist die Linke auch in Velbert mit 6,2 Prozent und Monheim (5,9). In den übrigen Stäüdten liegen die Linken unter dem Landesschnitt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Podiumsdiskussion zum Thema CO-Pipeline

(RP)