Monheim CDU will Sicherheitsgefühl durch mehr Präsenz von Ordnungskräften stärken : CDU kommt mit mehr KOD-Stellen durch – vorerst

Monheim CDU will Sicherheitsgefühl durch mehr Präsenz von Ordnungskräften stärken : CDU kommt mit mehr KOD-Stellen durch – vorerst

Vermutlich nur bis zum 19. Dezember, wenn der Rat tagt, wird der Triumph der CDU währen, sich mit einem Antrag durchgesetzt zu haben. Der Ausschuss für Ordnung und Soziales, dem auch der ehemalige Seniorenbeirat angehört, hat dem Antrag, beim kommunalen Ordnungsdienst (KOD) fünf weitere Stellen auszuweisen, knapp zugestimmt.

Günter Bosbach (CDU) hatte argumentiert, dass sich das Sicherheitsgefühl vor allem älterer Menschen durch die verstärkte Präsenz von städtischen Ordnungskräften verbessern würde. Als einen „Gefahrenpunkt“ sprach er den Busbahnhof an, an dem sich nach Einbruch der Dunkelheit Jugendliche versammelten. „Dort kommt es zu Situationen, denen möchte man gerne aus dem Weg gehen“, sagte er. Nach Angaben von Bereichsleiterin Christiane Schärfke habe man indes keine Auffälligkeiten am Busbahnhof erkennen können. Die Jugendlichen reagierten auf Ansprachen sehr prompt.

Er fände es sinnvoller, diesem vagen Angstgefühle mit objektiven Zahlen entgegen zu treten, sagte Ingo Elsner (Peto), da zumindest 2017 die Zahl der Straftaten rückläufig waren. In Monheim liege die Kriminalitätshäufigkeitszahl sogar unter dem Landesdurchschnitt. Mehr KOD-Mitarbeiter würde vor allem mehr Knöllchen und Verwarnungen für Hundehalter bedeuten. Wenn damit das um sich greifende Falschparken eingedämmt werden könne, wodurch unter anderem die Feuerwehr behindere werde, sei das für die SPD ein Grund, dem Antrag zuzustimmen, sagte Stefanie Rohm.

Während Bosbach an seiner Meinung festhielt, dass mehr Präsenz von KOD-Kräften auch eine abschreckende Wirkung auf Missetäter haben könne, erklärte der Erste Beigeordnete Roland Liebermann, dass man mit nur fünf Stellen mehr ohnehin keine permanente Kontrolle des gesamten Stadtgebietes sicherstellen könne. Effektiver sei, in Kooperation mit der Kreispolizeibehörde eine weitere Kampagne für Einbruchsschutzmaßnahmen zu starten. „Reine Gefühlslagen kann man auch nicht mit fünf neuen Stellen in Griff bekommen.“

Peto und Stadt kritisierten, dass man dieselbe Diskussion schon zu den Haushaltsplanberatungen 2017 geführt habe. Damals wurde der Antrag abgelehnt. Jetzt setzte sich ein knappe Mehrheit u.a. aus CDU, SPD und Seniorenbeirat durch.