1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

CDU-Bundesvorsitz: Wahldelegierte im Kreis Mettmann tendieren zu Laschet

Bundesvorsitzender der Christdemokraten : Lokale CDU-Wahldelegierte tendieren zu Armin Laschet

1001 Christdemokraten wählen am Wochenende neuen Bundesvorsitzenden.Umfrage unter Stimmberechtigten aus dem Kreis. Wir haben Delegierte aus dem Kreis Mettmann gefragt, welchem Kandidaten sie ihre Stimme geben werden.

Es treten drei Männer aus  Nordrhein-Westfalen gegeneinander an, von denen einer es  schon 2018 probiert hatte: Der seinerzeit gegen AKK unterlegene Friedrich Merz will wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Außenpolitiker Norbert Röttgen die Christdemokraten führen.

„Ich werde Armin Laschet meine Stimme geben“, sagte bei einer Umfrage unserer Zeitung unter den heimischen CDU-Delegierten die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll. „Nach der desaströs verlorenen Landtagswahl 2012 ist es ihm gelungen, die CDU in NRW wieder an die Spitze zu bringen und er ist auch in der Regierungsverantwortung erfolgreich“, begründet Noll ihr Votum. „Die Bilanz in NRW kann sich sehen lassen.“

Noch nicht positionieren möchte sich die Langenfelder CDU-Stadtchefin Dr. Barbara Aßmann, die ebenfalls mitwählen wird. „Ich schwanke noch zwischen zwei Kandidaten“, sagt sie. Einer davon sei Laschet,  den sie aber gerne weiter als NRW-Ministerpräsident sehen „und deswegen den Parteivorsitz gerne von der Kanzlerkandidatur entkoppelt hätte“. Bei einem Probelauf der IT-Technik hatte Aßmann am Dienstag mitgemacht. „Es hat alles reibungslos funktioniert.“

Landtagsabgeordnete Claudia Schlottmann verrät nicht, wem sie am Samstag ihre Stimme geben wird. „Das ist eine geheime Wahl“, sagt die Hildenerin. „Wir haben drei wirklich gute Kandidaten.

Jan Volker Heinisch ist seit 2010 Vorsitzender der CDU im Kreis Mettmann. Er hat eine deutliche Mehrheit der Mitglieder in seinem Kreisverband ausgemacht, die Armin Laschet gerne als Kanzlerkandidaten sehen würde. Darüber hinaus sagt er, gebe es zwar vereinzelt Unterstützer von Friedrich Merz, deren Zahl sei allerdings vergleichsweise: „Und ich kenne zurzeit überhaupt niemanden, der für Norbert Röttgen stimmen würde.“ Persönlich sieht Heinisch den Ministerpräsidenten als ideale Wahl, weil er  thematisch am breitesten aufgestellt sei: „Es geht schließlich nicht nur um einen Kopf für die Kanzlerkandidatur, sondern um eine strategische Entscheidung für die CDU.“ Sarah Harden gehört zum Bundesvorstand der Jungen Union und hat ihre Wahl noch nicht getroffen. Das will sie erst auf den letzten Drücker tun. Die Erkrather JU-Vorsitzende möchte sich spontan entscheiden, „je nachdem, wessen Rede mich am Ende mehr anspricht“.  Friedrich Merz ist indes bei ihr persönlich aus dem Rennen. Auch  der Ratinger CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Beyer wird Laschet wählen.

(mei/pec/tobi)