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Bundestagswahl 2021 in Langenfeld und Monheim: Wahllokale, Kandidaten, Parteien

Wahllokale, Kandidaten, Parteien : Fakten zur Bundestagswahl 2021 in Langenfeld und Monheim

Am 26. September 2021 findet die Bundestagswahl statt. Wer tritt in Langenfeld und Monheim an? Wie groß ist der Wahlkreis? Wie schnitten die Parteien vor vier Jahren ab? Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Eckdaten.

Zu welchem Wahlkreis gehören Langenfeld und Monheim?

Der Bundestagswahlkreis Mettmann I (Wahlkreis 104) umfasst neben Langenfeld und Monheim auch die Städte Erkrath,  Mettmann, Hilden und Haan .

 Die aktuelle Abgeordnete des Wahlkreises Michaela Noll (CDU) tritt nicht mehr an.
Die aktuelle Abgeordnete des Wahlkreises Michaela Noll (CDU) tritt nicht mehr an. Foto: Büro Noll

Wer kann wählen? In Langenfeld können rund  45.600 Bürger ihre Stimme abgeben. Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind, seit mindestens dem 26. Juni 2021 in der Bundesrepublik Deutschland ihren Hauptwohnsitz haben. Die Langenfelder Wahlberechtigten erhalten zwischen dem 17. August und dem 24. August die Wahlbenachrichtigung. In Monheim können 30.042 Bürger wählen. Die Wahlbenachrichtigungen werden  ab dem 24. August verteilt (bis 5. September).  „Wer am Ende dieses Zeitraums noch keine entsprechende Post von uns erhalten hat, fragt am besten kurz telefonisch unter 02173 794-1112 oder per E-Mail, wahlamt@langenfeld.de, nach“, erklärt  Langenfelds Wahlamtsleiter Frank Kölzer. In Monheim lautet die Telefonnummer 02173 951 3131, E-Mail wahlbuero@monheim.de, sagt Tanja Osbringhaus vom Wahlteam Monheim.

 Klaus Wiener möchte für die CDU in den Bundestag einziehen.
Klaus Wiener möchte für die CDU in den Bundestag einziehen. Foto: Köhlen, Stephan (teph)
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Ab wann ist Briefwahl möglich? Die notwendigen Stimmzettel werden vom Kreis voraussichtlich am 18. August der Stadt Langenfeld zugestellt, sodass das Wahlamt am 19. August öffnen kann. Es befindet sich wie im Vorjahr im Rathaus, Konrad-Adenauer-PLatz 1. Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch von 8-17 Uhr, Donnerstag von 8-19 Uhr, Freitag von 8-12 Uhr und Samstag von 9-12 Uhr. Bis zum 24. September ist es möglich Briefwahlunterlagen zu beantragen. Die Unterlagen können auch persönlich im Wahlamt abgeholt werden. Anschließend können sie per Post (Stadt Langenfeld, Wahlamt, Konrad-Adenauer-Platz 1, 40764 Langenfeld), per Einwurf in den Rathausbriefkasten sowie persönlich im Wahlamt abgegeben werden. Alle Langenfelder haben auch direkt die Möglichkeit vor Ort zu wählen.

 Christian Steinacker tritt für die SPD an.
Christian Steinacker tritt für die SPD an. Foto: SPD

In Monheim öffnet das Wahlbüro am 23. August: (montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr. Es befindet sich im Rathaus, Rathausplatz 2, Rheinischer Saal. Per E-Mail an briefwahl@monheim.de können die Briefwahlunterlagen jetzt schon angefordert werden. Telefonische Beantragung ist nicht möglich, so Osbringhaus.

 FDP-Kandidatin Nicole Burda.
FDP-Kandidatin Nicole Burda. Foto: FDP Kreis Mettmann
 Roland Schüren möchte für die Grünen nach Berlin.
Roland Schüren möchte für die Grünen nach Berlin. Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Wann öffnen die Wahllokale in Langenfeld  und Monheim?

Die Wahllokale sind am 26. September 2021 von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Wie finde ich das richtige Wahllokal?

Auf der Wahlbenachrichtigung finden Bürger auch das Wahllokal, in dem sie ihre Stimme abgeben können. Die Wahllokale stehen auch im Internet unter www.langenfeld.de oder unter www.monheim.de.

Was passiert, wenn man seine Wahlbenachrichtigung verloren hat?

Wer eine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, ist bereits in das Wählerverzeichnis eingetragen worden. Verliert man diese Wahlbenachrichtigung, kann man trotzdem wählen gehen, und zwar, indem man sich im Wahlraum mit dem Personalausweis oder Reisepass ausweist.

 Wer sind die Abgeordneten, die man über die Erststimme wählen kann? Was muss man über sie wissen?

Die aktuelle Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis, Michaela Noll, tritt nicht mehr an. Für die CDU geht der 58-jährige Haaner Wirtschaftsfachmann Klaus Wiener ins Rennen. Er hat einen tiefen Wirtschaftseinblick und auch die entsprechende Umsetzungskraft beziehungsweise -geschwindigkeit. Wiener hat knapp 30 Jahre Berufserfahrung als Chefvolkswirt, sei es bei der Westdeutschen Landesbank oder dem Generali-Versicherungskonzern. Einen Großteil seiner akademischen Ausbildung absolvierte er in Amerika, wo er an der University of Georgia, der ältesten staatlichen Universität in den USA, ein Ph.D.-Programm absolvierte. „Ich möchte Politik machen, die nicht abgehoben ist, sondern bei den Menschen landet.“

Für die SPD tritt der Monheimer Christian Steinacker an. Er ist Integrationshelfer an einer Förderschule in Langenfeld. „Aus meiner Sicht wird in den kommenden Jahren entscheidend sein, ob wir die enormen Veränderungen – ob Digitalisierung, Klimawandel, Elektromobilität, künstliche Intelligenz oder auch Ereignisse wie Pandemien und Wirtschaftskrisen – die auf uns zukommen werden, als Gesellschaft meistern werden. Wir müssen den Menschen die Angst nehmen, keinerlei Perspektive mehr zu haben, vor allem, wenn sie nicht ausreichend ausgebildet oder angeblich zu alt sind“, sagt er.

Nicole Burda wohnt in Mettmann und möchte für die FDP in den Bundestag einziehen. Sie ist Lehrerin und unterrichtet Englisch und Geschichte an einer Realschule in Mettmann, wodurch sie als Lehrerin die verschiedenen Facetten von Bildung kennengelernt hat. Daher möchte sie sich besonders für Chancengerechtigkeit, Digitalisierung in Bildungs- und Arbeitswelt sowie Stärkung des Mittelstandes einsetzen, da diese Themen von essenzieller Bedeutung für unsere Zukunft sind, erklärte sie.

Roland Schüren führt in Hilden nicht nur einen Bäckereibetrieb mit rund 250 Mitarbeitern, sondern tritt auch für die Grünen bei der Bundestagswahl an. Schüren will sich im Bundestag für die Themen erneuerbare Energien, Klimaschutz und Mobilität einsetzen. „Bei den Grünen habe ich viel Kompetenz und Fähigkeit gefunden. Sie sind hochdemokratisch, quotiert nach Frauen und Männern: Ich sehe uns auf einem sehr guten Weg.“ In der Arbeitswelt will Schüren den Teamgeist stärken: „Corona hat mir wieder gezeigt. Nur gemeinsam, als Team, können wir Krisen bewältigen und den einzelnen vor Überlastung schützen.“

 Lutz Gallasch stellt sich für die Linkspartei zur Wahl.
Lutz Gallasch stellt sich für die Linkspartei zur Wahl. Foto: Die Linke

Die Linke hat den Erkrather Lutz Gallasch als Direktkandidat benannt. Er ist auch Sprecher der Linkspartei im Kreis Mettmann.

 Martin Renner, AfD.
Martin Renner, AfD. Foto: Anne Orthen (ort)/Orthen, Anne (ort)

Die AfD schickt Martin Renner aus Haan ins Rennen. Der 67-Jährige ist eines der Gründungsmitglieder der AfD, war von 2013 bis 2015 stellvertretende Sprecher des Landesverbandes und von 2015 bis 2017 dessen Sprecher. Der Betriebswirt sitzt sei 2017 im Bundestag, wurde nun als Direktkandidat einstimmig gewählt und belegt zudem Platz 4 auf der Reserveliste.

 Bernd Herrmann geht als unabhängiger Kandidat ins Rennen.
Bernd Herrmann geht als unabhängiger Kandidat ins Rennen. Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Mit dem Credo „parteilos, unabhängig und frei“ stellt der sich Erkrather Busunternehmer Bernd Herrmann im September zur Bundestagswahl. Als unabhängiger Kandidat hat er sich die Themen Bürger, Klima und Verkehr auf die Fahne geschrieben.

 Thorsten Klimczak möchte nach Berlin.
Thorsten Klimczak möchte nach Berlin. Foto: Tobias Dupke

Der Hildener Barock-Wirt Thorsten Klimczak hat bei der Bürgermeisterwahl 2020 den dritten Platz belegt und versucht sein Glück nun als unabhängiger Direktkandidat für den Bundestag im Südkreis Mettmann. Sein Programm wird er nach der Zulassung durch den Wahlausschuss noch vorstellen, erklärt er: „Ich habe Spaß am Wahlkampf, und ich will etwas für den Kreis Mettmann tun.“

Die Partei „die Basis“ schickt Marc Gutknecht als Direktkandidaten im Südkreis Mettmann ins Rennen. Gutknecht lebt in Heiligenhaus.

 Wie hoch war die Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl im Wahlkreis Mettmann I?

Wahlberechtigt waren 2017 insgesamt 205.244 Menschen aus dem Südkreis. Davon haben 160.315 ihre Stimme abgegeben. Die Wahlbeteiligung lag bei 78,1 Prozent.

Wie haben die Kandidaten aus dem Wahlkreis Mettmann I 2017 abgeschnitten?

Michaela Noll hat den Wahlkreis Mettmann I 2017 mit 44,6 Prozent der Stimmen gewonnen – in Langenfeld holte sie 49,2 Prozent der Stimmen, in Monheim 41,7 Prozent. Der zweitplatzierte Kandidat Jens Niklaus von der SPD holte 25,7 Prozent (Langenfeld 22,9 Prozent, Monheim  28,6). Danach folgten Martin Erwin Renner (AfD, 8,9 Prozent), Martina Reuter (FDP, 8,3 Prozent), Jörn Leunert (Grüne, 6,9 Prozent) und Dieter Karzig (Linke, 5,5 Prozent.

Wie haben die Parteien im Wahlkreis Mettmann I 2017 abgeschnitten?

So sah die Stimmenverteilung bei den Zweitstimmen im Wahlkreis 104 aus: CDU 34,0 Prozent, SPD 23,0 Prozent, FDP 16,2 Prozent, AfD 9,5 Prozent, Grüne 7,4 Prozent, Linke 6,44 Prozent, die Tierschutzpartei 0,8 Prozent und die Partei 0,7 Prozent.

In Langenfeld erreichte die CDU 37,1 Prozent, die SPD 21,1 Prozent, die FDP 16,6 Prozent, die AfD 8,6 Prozent, die Grünen 7,5 Prozent, die Linke 6,6 Prozent.

In Monheim  erreichte die CDU 32  Prozent, die SPD 25,9 Prozent, die FDP 14 Prozent, die Grünen 6,5 Prozent, die AfD 10,6 Prozent, die Linke 6,8 Prozent.