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Langenfeld/Monheim: Bundestag: Trend geht zur Briefwahl

Langenfeld/Monheim : Bundestag: Trend geht zur Briefwahl

Ab Montag bekommen 44 978 Langenfelder und 30 600 Monheimer Wahlberechtigte ihre Benachrichtigungskarten für den 22. September zugesandt. Premiere für Langenfelds neuen Wahlamtsleiter Penzkofer.

Die Plakate mit Politikerköpfen aller Parteien hängen am Straßenrand. Gut einen Monat vor der Bundestagswahl am 22. September beginnt jetzt auch für die lokalen Organisatoren in den beiden Rathäusern die heiße Phase. Ab Montag werden die Benachrichtigungskarten an 44 978 Langenfelder und 30 600 Monheimer Wahlberechtigte versandt. "Wer bis zum 23. August keine Benachrichtigung erhalten hat, melde sich bitte im Rathaus", sagt der neue Langenfelder Wahlamtsleiter Stefan Penzkofer. Auch Schreib- oder Adressenfehler sollten mitgeteilt werden.

Wer seine beiden Stimmen für einen Direktkandidaten (siehe Infobox) und eine Partei per Briefwahl abgeben möchte, kann die notwendigen Unterlagen über einen erstmals auf die Benachrichtigungskarte aufgedruckten QR-Code anfordern. Mit entsprechender App öffnet sich für solch eine schnelle Antwort (englisch: Quick Response, daher QR) auf dem Bildschirm dann ein Antrag, auf dem Name und Adresse bereits eingetragen sind. Penzkofer: "Als Zeichen der Berechtigung muss der Antragsteller dann nur noch Geburtsdatum und E-Mail-Adresse hinzufügen und bekommt die Briefwahlunterlagen dann zugeschickt." Alternativ gehe dies natürlich wie bisher auch schriftlich per Brief, Fax und E-Mail oder persönlich im Briefwahlbüro. "Das haben wir vom dritten Stockwerk ins Erdgeschoss in Zimmer 53 verlegt, so dass die Briefwähler nicht mehr wie bisher durchs ganze Rathaus gehen müssen."

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Der Trend zur Briefwahl sei klar erkennbar, sagt der für die Organisation im Langenfelder Rathaus zuständige Fachbereichsleiter Jürgen Öxmann. Bei der Bundestagswahl 2009 hatten 20,54 Prozent aller Langenfelder Wahlberechtigten auf diese Art ihre Stimmen abgegeben; bei der Bundestagswahl 1980 lag dieser Anteil der Briefwähler noch bei 10,09 Prozent. Öxmann: "Wenn man die Nichtwähler abzieht, dann ist der Anteil der Briefwähler am Gesamtergebnis sogar noch weit höher. Wer weiß, vielleicht macht er bald die Hälfte aller Stimmen aus. Zumal die jüngere Generation alle Möglichkeiten des Internets nutzt, eben auch bei der Bundestagswahl."

Für Penzkofer ist der Termin am 22. September eine Premiere. Jahrzehntelang hatte sein pensionierter Vorgänger Harald Kutscher reibungslose Abläufe organisiert, so dass Langenfeld bei der Auszählung am Wahlabend stets sehr schnell war und im Städtevergleich gut da stand. "Ich hoffe, dass wir daran nahtlos anknüpfen können", sprach Penzkofer für sich und seine beiden Mitarbeiterinnen Rabea Sieger und Jennifer Hille.

Die 132 Vorstände und Stellvertreter in den Wahllokalen seien durchweg aus den Reihen des Rathauses besetzt. Hinzu kommen Hunderte Wahlhelfer, die sich in den Rathäusern gemeldet hatten und eine Aufwandsentschädigung von 60 Euro in Langenfeld und 50 Euro in Monheim bekommen.

Briefwahlunterlagen können bis 20. September, 18 Uhr, in den Wahlämtern beider Städte beantragt werden.

(RP)