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Langenfeld Industrieverein informierte sich über Verwaltungsarbeit: Bürgermeister hofft auf Stifter für Haus Graven

Langenfeld Industrieverein informierte sich über Verwaltungsarbeit : Bürgermeister hofft auf Stifter für Haus Graven

Mitglieder des Industrievereins informieren sich über die Stadtverwaltung. Kämmerer Grieger spricht von solider Finanzlage.

Fast 100 Mitglieder des Industrievereins haben jetzt beim Januar-Stammtisch die Möglichkeit genutzt, mehr über die Langenfelder Stadtverwaltung zu erfahren. Dabei standen neben allgemeinen Fragen zur Situation der Kommune, aktuellen Problemen und den Stadtfinanzen die Bereiche im Fokus, die die örtliche Wirtschaft berühren. Vom Fachkräftemangel ist auch die Verwaltung betroffen, der Leiter des Referates Umwelt und Verkehr ist pensioniert, zwei Fachbereichsleiter werden noch im Laufe des Jahres ausscheiden. „Vielleicht gibt es gemeinsame Strategien“, bot IVL-Vorsitzender Witte an. Marion Prell sprach über die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt und bot mit Blick auf die ZWAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand)-Gruppen an, in den Firmen bei „nachberuflicher Sinnsuche“ zu helfen. Ulrich Moenen, zuständig für Schulen und Kindergärten, warb für betriebliche Kindertageseinrichtungen, „ein Gewinn für alle“. Die Digital-Offensive, 1,2 Mio. Euro aus dem Digitalpakt NRW für Langenfelds Schulen, sieht Moenen mit Blick auf fehlende Kompetenz bei den Lehrkräften kritisch.

Neugierig waren die IVL-Mitglieder auf den städtischen Wirtschaftsförderer Thomas Zacharias. Der 45-jährige Diplom Geograph stellte in seiner kurzen Vorstellung klar, dass er „kein fertiges Konzept“ für den Standort habe, das wolle er vielmehr „mit den individuellen Akteuren entwickeln“. Fachbereichsleiter Ulrich Beul erläuterte das angestrebte städtische Mobilitätskonzept und das fortgeschriebene Klimaanpassungskonzept.

Bürgermeister Frank Schneider, auch „Kulturdezernent“, sprach begeistert über den Büchereiumbau und die Überlegungen zur Wasserburg Haus Graven, bei der er auf Stiftungs-Beteiligungen der lokalen Firmen hofft. Zu seinen Bemühungen um einen flächenschonenden Ausbau der A 3 zwischen Leverkusen und Hilden bat er um klare Unterstützung des IVL.

Schaubilder von Stadtkämmerer Thomas Grieger zeigten die solide Finanzlage, trotz der bis 2021 beschlossenen Steuersenkungen. Anlass für Schneider, auf die geplanten Steuersenkungen in Leverkusen einzugehen. Er befinde sich zu dem Thema in enger Abstimmung mit dem Monheimer Kollegen, „der (auch) keine Abwanderungen befürchte“.