Monheim: Bürger kritisieren Baumfällung am Mona Mare

Monheim: Bürger kritisieren Baumfällung am Mona Mare

In der Bürgerfragestunde zu Beginn der Ratssitzung äußerte der Landschaftsschützer Josef Lambertz erneut sein Unverständnis über die Fällung von rund "70 alten, zum großen Teil gesunden Laubbäumen" in der Nachbarschaft des Mona Mare. Unter anderem auf dem Gelände des nun beseitigten Wäldchens entstehen ein Kindergarten und 17 Reihenhäuser. Seine Kritik verband Lambertz mit Fragen wie: Warum wurde der Rodungstermin, anders als sonst üblich, nicht mitgeteilt? Warum durfte Investor Paeschke fällen, obwohl Unterschrift unter Kaufvertrag noch ausstand? Weshalb wurden auch Bäume mit E-Kennzeichnung ("erhaltenswert") gefällt? Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto) erklärte, Fällgenehmigungen für Private würden stets für drei Jahre erteilt, über den genauen Fälltermin entscheide die private Seite.

Paeschke habe sich als einziges Unternehmen um das Projekt beworben und die Fällung auf eigenes Risiko vor Vertragsunterzeichnung vorgenommen - rechtzeitig vor der Schonfrist (März bis Oktober). Die "E-Bäume" sind laut Zimmermann grundsätzlich erhaltenswürdig, aber nicht zwingend zu erhalten. Den Baumverlust am Mona Mare gleiche die Stadt im Rheinbogen aus, mit doppelt so vielen Bäumen wie vorgeschrieben (2:1 statt 1:1).

(gut)