Langenfeld: Bürger gegen Heli-Port in Reusrath

Langenfeld: Bürger gegen Heli-Port in Reusrath

Notfalls wollen Nachbarn klagen, hieß es bei einer Versammlung der BGL.

Vermutlich in der zweiten Hälfte dieses Jahres wird die Bezirksregierung Düsseldorf über den beantragten Hubschrauber-Landeplatz in Reusrath entscheiden. Dies teilte eine Sprecherin der Behörde auf Anfrage unserer Zeitung gestern mit. Am Vorabend hatten sich bei einer Versammlung der Bürgergemeinschaft Langenfeld (BGL) die rund 60 Besucher eindeutig gegen einen solchen Landeplatz an der Dückeburg ausgesprochen.

"Notfalls werden Nachbarn gegen eine solche Erlaubnis klagen", sagte Karl Wilhelm Bergfeld von der Bürgerinitiative "Kein Hubschrauberlandeplatz an der Dückeburg", der im Schützenhaus Reusrath als Referent zum Thema sprach. Von Bürgermeister Frank Schneider fühlen sich die Protestler allein gelassen, von den Christdemokraten "verraten", seit der Landeplatz auf einem CDU-Flugblatt als eine notwendige Maßnahme der Wirtschaftsförderung verkauft worden sei.

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Die ursprünglichen Pläne von Unternehmer Gerhard Witte, Inhaber der Firma ControlExpert, sahen vor, ein rund 5000 Quadratmeter großes Grundstück am Rande des Naturschutzgebietes an der Dückeburg zu belegen. Dort sollte ein 400 Quadratmeter großer Hangar entstehen - Platz genug für mindestens zwei Hubschrauber. Eine Flutlichtanlage soll auf den eigentlichen Landeplatz ausgerichtet sein, der sechs mal sechs Meter misst. "Nach neueren Plänen soll der Hangar angeblich entfallen, der Hubschrauber in einer Remise von Schloss Dückeburg untergestellt werden. Ob Witte diese Variante zur Genehmigung beim Regierungspräsidenten eingereicht habe, sei ungewiss, hieß es.

Weil der Unternehmer geltend macht, er brauche den Landeplatz für seine Kunden und seine Geschäfte, hat er 200 Starts und Landungen pro Jahr beantragt; 140 davon sollen in der Kernzeit von sechs Monaten stattfinden; angeblich aber nie mehr als vier Starts und Landungen pro Tag. Kaum waren diese Zahlen gesagt, erhob sich Protest. Anwohner, Kinder, Tiere und die Patienten der LVR-Landesklinik würden empfindlich gestört. Deshalb müsse der Landesplatz verhindert werden. Ein Gast fragte: "Warum baut Herr Witte seinen Landeplatz nicht bei seiner Firma?"

(dne)