Buch "70 Jahre Stadt Langenfeld" beleuchtet Langenfelds Geschichte

Langenfelder Geschichte : Buch beleuchtet Langenfelds Geschichte

Der erste Band einer vom Stadtarchiv herausgegebenen Reihe zur Langenfelder Geschichte ist jetzt mit dem Titel „70 Jahre Stadt Langenfeld“ erhältlich.

Mit dem schwarz-weißen Titelbild ist nicht gleich zu erkennen, dass diese dicke Broschüre brandneu ist. Aber die Momentaufnahme vom Berliner Platz aus den 1960er-Jahren versinnbildlicht immerhin den Wandel Langenfelds seit der Nachkriegszeit. Und deshalb hat das Stadtarchiv sie für den ersten Band einer neuen lokalhistorischen Reihe ausgewählt. Unter dem Titel „70 Jahre Stadt Langenfeld“ ist dieses 112 Seiten starke und reich bebilderte Erstlingswerk ab heute für zehn Euro erhältlich; im Freiherr-vom-Stein-Haus (Hauptstraße 83), im Bürgerbüro im Rathaus (Konrad-Adenauer-Platz 1) und im Buchhandel.

Der Stadtrat hatte Anfang 2017 diese neue Buchreihe beschlossen. Grund: Wer sich über Langenfelds Vergangenheit bis hin zu den Urzeiten interessiert, greift zu der von Rolf Müller verfassten „Stadtgeschichte“. Doch das 1008 Seiten starke Buch ist bereits 26 Jahre alt, in einigen Passagen lückenhaft oder nicht auf dem neuesten Stand. Die Stadtpolitiker verwarfen wegen des hohen Aufwands den Gedanken, solch eine Stadtchronik komplett neu aufzulegen. Stattdessen nun also die lokalhistorischen Beiträge, die etwa alle drei Jahre erscheinen sollen. „Es ist keine reine Ansammlung von Daten und Fakten“, sagte Bürgermeister Frank Schneider bei der Präsentation. Und diese Broschüre erhebe auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Stattdessen richten die mit der Langenfelder Geschichte vertrauten Autoren um Archivleiterin Dr. Hella-Sabrina Lange den Blick auf einzelne Schlaglichter: die Stadtwerdung 1948, den Ausbau des Straßennetzes, den Schulbau, Vereinsaktivitäten, die neue Stadtmitte, Industrie  und vieles mehr.

„Es sollte ein handlicher Band sein, kein dicker Wälzer“, betont Lange. Weitere Autoren sind Beate Domdey-Fehlau, Eckart Heske, Elfie Steckel und Dr. Hildegard Welfens. Neben dem Rückblick auf sieben Dekaden geht es in gesonderten Beiträgen um die Entschuldung Langenfeld,  den Kunstverein, das kulturelle  Leben sowie um drei unvergessene Langenfelder Originale: „Kolfertz Anna“ mit ihrem Krämerladen, den Verkehrspolizisten „Langer Hans“ und den Stadtstreicher „Pappendeckels Wilhelm“.

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