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Brand in Langenfeld: Feuer in Kfz-Werkstatt, hohe Rauchsäule

Kfz-Werkstatt in Flammen : Großbrand in Langenfeld fordert vier Verletzte

Vier Verletzte hat ein Großbrand in einer Autowerkstatt in einem Gewerbegebiet in Langenfeld gefordert. Eine Rauchsäule war weit über die Stadtgrenze hinaus zu sehen. Am Samstag gab es Entwarnung zu möglichen Giftstoffen im Rauch.

 „Bei den Verletzten handelt sich um zwei Männer, die sich in der Halle befanden, und zwei Kameraden“, sagte Egbert John, Pressesprecher der Langenfelder Feuerwehr. Bis weit nach Mitternacht haben die Löscharbeiten an der Werkstatt an der Hans-Böckler-Straße in Langenfeld gedauert. 135 Feuerwehrleute waren im Einsatz, berichtet Feuerwehrsprecher Christian Johnen. Die Wehr hatte auch das THW zu Hilfe gerufen, um das Dach der Autowerkstatt abzutragen. „So konnten wir auch das Zwischengeschoss löschen.“  Am Samstagvormittag ist noch eine Brandwache vor Ort. „Vermutlich bis heute Nachmittag“, sagt Johnen. 

Er gibt darüber hinaus Entwarnung, was mögliche Giftstoffe in dem Rauch angeht. „Es wurden von der Mess-Einheit des Kreises  Mettmann lediglich Rußpartikel in der Luft nachgewiesen.“ Die Polizei ermittelt die Brandursache.

In der den Angaben zufolge 20 mal 50 Meter großen Halle befinden sich zwei Autowerkstätten, der linke Teil des Gebäudes  habe beim Eintreffen der Feuerwehr voll in Flammen gestanden. Rund 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz, darunter Kräfte aus Langenfeld, Mettmann, Hilden und Velbert.

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Der Alarm wurde um 17.14 ausgelöst. Die dichte, schwarze und streng riechende Rauchwolke stand weithin sichtbar über dem brennenden Gebäude. In der Werkstatt sei zu diesem Zeitpunkt noch gearbeitet worden, hieß es.  „Wir konnten nur auf Sicht anfahren, weil die Rauchentwicklung so massiv war“, sagte der Pressesprecher. Die NINA-Warn-App sei ausgelöst worden. Außerdem habe man aus Velbert ein Spezialfahrzeug und Fachleute für die Luftmessung angefordert. Ob giftige Stoffe in die Luft gelangt seien, werde noch geprüft.

Das größte Problem vor Ort: Unmittelbar neben dem Brandherd befinden sich mehrere Reifenlager. „Wir haben deshalb Schaum angefordert, weil wir damit die Flammen abdecken und ersticken können. Wasser perlt an brennenden Reifen einfach ab“, so Egbert John.

Um 19 Uhr entsteht plötzlich Unruhe: Ein Feuerwehrmann taumelt in Richtung Straße und bricht auf dem Bürgersteig zusammen. „Er hat versehentlich von der Drehleiter einen Vollstrahl auf die Brust abbekommen. Der Strahl hat schon massive Kraft“, sagt Pressesprecher Jörg Ummelmann.

Während der Löscharbeiten seien Teile des Gebäudedaches eingestürzt, außerdem sei es in der Halle zu mehreren Explosionen gekommen. „Das passiert, wenn Spraydosen und ähnliche Behälter in Flammen stehen“, so John. Von verschiedenen Seiten und über eine Drehleiter von oben versuchen die Feuerwehrleute, den Brand zu löschen.

Plötzlich quillt erneut  schwarzer Rauch aus der Werkstatt. „Da hat wieder etwas durchgezündet“, sagt Ummelmann. Auf der Hans-Böckler-Straße liegen vier armdicke Schläuche. Der Sonnenuntergang färbt die dichten Wolken über der ausgebrannten Werkstatt orangerot. 

Hier geht es zur Bilderstrecke: Großbrand in Langenfeld - Feuer in Autowerkstatt