Langenfeld: Börse bringt Jugend und Jobs zusammen

Langenfeld : Börse bringt Jugend und Jobs zusammen

Am 15. Mai ist die dritte Berufsorientierungsbörse für Schüler aus Langenfeld, Monheim und Umgebung. In der Stadthalle werden sich etwa 100 Aussteller präsentieren: Unternehmen, Behörden, Fach- und Hochschulen.

Manch einen der Mittel- und Oberstufenschüler, die eingeladen sind, am 15. Mai in die Stadthalle zu kommen, wird das Kürzel an frühe Kindheitstage erinnern. Doch BOB, die Berufsorientierungsbörse für Langenfeld und Monheim, bietet Auskünfte zu weit mehr Jobs als nur den des Baumeisters. Rund 100 Aussteller — überwiegend Unternehmen, Behörden, Fach- und Hochschulen — werden am dritten Mittwoch im Mai dabei sein und über eine noch weit höhere Zahl von Berufsfeldern informieren, teilte Cheforganisator Hans-Dieter Clauser gestern im Beisein der beiden Schirmherren, der Bürgermeister Frank Schneider und Daniel Zimmermann, mit.

Die drei werden nach eigenen Worten in den nächsten Tagen ihre "BOB-Tour" beginnen: Sie besuchen je zehn Unternehmen in beiden Städten, um zu hören, was diese zum Thema "Ausbildung" zu sagen haben, um Anregungen für die BOB mitzunehmen "und natürlich auch um Gespräche mit Auszubildenden zu führen", sagt Clauser.

In der Stadthalle sei die Börse nahezu ausgebucht, "aber auf dem Vorplatz gibt es noch freie Plätze", wirbt der frühere CDU-Landtagsabgeordnete und Interessenvertreter der mittelständischen Wirtschaft. "Wir nehmen keine Standgebühr. Für solch eine Messe ist das eine Besonderheit, die nur möglich ist durch ein starkes Netzwerk aus städtischen Wirtschaftsförderungen, Unternehmen, IHK und Handwerkskammer."

Die BOB sei mehr als eine einfache Ausbildungs- oder Jobbörse, betont Clauser: "Hier haben die Unternehmen die Möglichkeit, sich zu präsentieren und auf ihre manchmal kaum bekannten Berufsfelder aufmerksam zu machen." Die Jugendlichen wiederum könnten über die direkte Lehrstellensuche hinaus Kontakte etwa für ein Praktikum knüpfen.

Für den 15. Mai, 11 bis 17 Uhr, erwartet Clauser wie bei den ersten beiden Auflagen seit 2011 rund 2500 Schüler ab Klasse 9 aus Langenfeld, Monheim und Umgebung. Da das "Erfolgsmodell BOB" laut Bürgermeister Schneider "ständigen Verbesserungen" unterliegt, gibt es auch diesmal wieder Neuerungen:

Um den im Vergleich zu anderen Schulformen etwas schwächelnden Besuch von Gymnasiasten zu beleben, sind diesmal laut Clauser mehr Hochschulen und Akademien unter den Ausstellern. Die sehen nach einer Umfrage Verbesserungsbedarf bei der Vorbereitung der Schüler auf die BOB. Deshalb finden die Schulen unter www.BOBplus.de Merkblätter, wie sie ihre Schützlinge fit für die Börse machen können. Zur Vorbereitung gehört auch das "Scout"-Programm, das fortgeführt wird: Ausgesuchte Schüler werden als "Türöffnern" trainiert, um ihren Mitschülern die Schwellenangst bei der Kontaktaufnahme mit Ausstellern zu nehmen.

Zudem lädt der Verein "BOB plus", der die Organisation der Börse übernommen hat, erstmals zu etwa 20 Expertenvorträgen ein, die parallel im benachbarten Kulturzentrum stattfinden. Darüber hinaus peilt der Verein ein Ganzjahresprogramm in Sachen "Ausbildung" an, darunter etwa Bewerbungstrainings im Klassenverband.

Monheims Bürgermeister Zimmermann sieht in dem breiten Spektrum der Berufsfelder die wesentliche Stärke der BOB. Die vielfalt mache die Börse für beide Seiten interessant, anders als dies bei letztlich gescheiterten früheren Ausbildungsmessen der Fall gewesen sei, die auf Monheim beschränkt waren. Sein Langenfelder Amtskollege Schneider pflichtete ihm bei: Auf der BOB habe man nicht das Gefühl, viele Schüler sähen das Ereignis bloß als "Freistunde": "Die Jugendlichen interessieren und informieren sich wirklich."

(RP)
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