Monheim: Böötchen soll Ort für Hochzeiten werden

Monheim : Böötchen soll Ort für Hochzeiten werden

Der Fährbetrieb zwischen Monheim und Dormagen startet am 23. März und geht voraussichtlich bis 13. Oktober.

Strahlend blauer Himmel und der Rhein als Kulisse — was kann es schöneres für eine Hochzeit geben? Der Verein Piwipper Böötchen lässt zur Zeit durch das Standesamt prüfen, ob auf der Fähre Trauungen möglich sind. "Wir erwarten die Antwort schon in der kommenden Woche", sagt der Vorsitzende, Professor Heiner Müller-Krumbhaar. Geburtstage und Familienfeiern im kleinen Kreis können aber schon jetzt auf dem Fluss gefeiert werden.

Das Personenfahrgastschiff wartet auf Dormagener Seite auf seinen ersten Einsatz in dieser Saison. Am Samstag, 23. März, geht es los. "Wir fahren bis zum 13. Oktober jeden Samstag und Sonntag von 10.30 bis 18 Uhr", stellt Müller-Krumbhaar die Pläne vor. "Bei schönem Wetter auch länger." Sogar an den Osterfeiertagen und an Fronleichnam werden die Kapitäne Wolfgang Hoffmann oder Bernhard Voigt die Fähre über den Strom steuern. Zwölf Personen und Fahrräder haben darauf Platz. "Wir befördern auch Rollstühle, Kinderwagen und Fahrradanhänger, aber keine Motorräder und Elektro-Rollstühle", so der Vorsitzende. Zwei Euro kostet das Übersetzung für Erwachsene; Kinder zahlen einen Euro.

Im Winter hat der Verein notwendige Arbeiten durchgeführt. "Wir mussten beispielsweise die Bugklappe reparieren, sie blieb manchmal hängen", erläutert Müller-Krumbhaar. Und der Poller auf dem Schiff wurde erhöht, damit es bequemer anlegen kann. Als Schutz vor Sonne und Regen montierten die Mitglieder eine Plane. Außerdem wurde die kleine Brücke angepasst, um auf Dormagener Seite auf dem Ponton anzulegen. Müller-Krumbhaar ist froh, dass der Verein das Schiff bereits im vergangenen September ins Wasser bringen konnte. Inzwischen haben sich wieder viele Zulassungsregeln geändert. "Hätten wir länger gewartet, wäre der Start möglicherweise unnötig erschwert worden."

Die Geldinstitute haben einen günstigen Kredit eingeräumt, so dass der Verein die Arbeitsleistung der Werft inzwischen bezahlen konnte. In den nächsten vier Jahren, so hoffen die Verantwortlichen, sei die Schuld abgetragen. Für die Zukunft hätten das Land NRW, Landrat und Kreistag signalisiert, im Rahmen der Tourismusförderung Landesmittel zur Verfügung zu stellen, sollte ein eigener Anleger auf Monheimer Seite gebaut werden. Dies sei eine Investition in die Zukunft, die die Rheingemeinde als Ausflugsziel noch attraktiver machen würde. "Dann könnten auch Schiffe aus Düsseldorf und Köln bei uns anlegen." Doch der Verein "Piwipper Böötchen" sei bestrebt, zunächst die laufenden finanziellen Belastungen abzutragen, bevor neue Pläne geschmiedet werden.

Auf der Hauptversammlung wurde eine Nachwahl im Vorstand notwendig, weil Beisitzer Werner Stüttgen sein Amt aus beruflichen Gründen abgibt. Der Installateurmeister betreute in der Vergangenheit die gesamte technische Seite des Böötchen-Projektes und investierte sehr viele Arbeitsstunden. Für ihn rückt der Manager Thomas Kuhl nach. "Einer unserer Hauptarbeitskräfte im Blaumann", beschreibt der Vorsitzende Heiner Müller-Krumbhaar den Hobby-Segler.

(RP/ac)
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