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Elke Löpke: Biologische Station: Wer will Naturführer werden

Elke Löpke : Biologische Station: Wer will Naturführer werden

Elke Löpke ist die Wissenschaftliche Leiterin der Biologischen Station Haus Bürgel. Die Einrichtung bietet verschiedene Veranstaltungen rund um die Rheinauen an. Aktuell sucht sie Landschaftsführer.

Seit wann arbeiten Sie für die Biologische Station?

Löpke Ich arbeite bereits seit 20 Jahren hier und bin somit von Beginn an dabei.

Sie suchen Naturführer. Wie viele brauchen Sie denn?

Löpke Genau genommen wollen wir ein Seminar veranstalten, wofür wir so etwa 20 Teilnehmer brauchen, die Spaß daran haben, Gruppen etwas zu präsentieren und sie für die Natur zu begeistern.

Wie lange wird dieses Seminar denn dauern?

Löpke Das steht bis jetzt noch nicht fest, aber vermutlich werden es zwei Wochenenden und anschließend noch eine komplette Woche.

Wie viel kostet solch ein Seminar?

Löpke Auch das kann ich jetzt noch nicht ganz genau sagen. Wir veranschlagen um die 200 Euro. Wichtig ist uns vor allem, dass wir einen gewissen Qualitätsstandard halten. Deshalb werden wir auch richtige Bewerbungsgespräche führen und am Ende muss auch eine Prüfung abgelegt werden, nach der man ein Zertifikat bekommt.

Was muss ein gut ausgebildeter Natur- und Landschaftsführer mitbringen?

Löpke Interesse an Naturthemen muss vorhanden sein. Auch die Fähigkeit zu kommunizieren und auf Leute zuzugehen ist sehr wichtig. Man muss hierfür kein studierter Biologe sein. Entscheidend ist viel eher, dass man Dinge gut darstellen kann.

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Was genau vermittelt ein Natur- und Landschaftsführer?

Löpke Wir vermitteln Ökologie und Natur in der Aue. Auch die "Top Ten" der Pflanzenarten hier in der Umgebung gehören zum Programm. Im Grunde genau das, was auch den naturverbundenen Laien interessieren könnte. Selbstverständlich müssen unsere Führer auch über die Geschichte und Kultur der Umgebung Bescheid wissen. Warum Baumberg zum Beispiel Baumberg heißt, ist eine der Fragen, die wir beantworten wollen.

Ist die Aufgabe anschließend ehrenamtlich?

Löpke Nein, es ist selbstverständlich eine Honorartätigkeit. Wir planen anschließend eine Internetseite einzurichten, auf der die Leute dann gebucht werden können.

Was gibt es denn alles in den Rheinauen so zu entdecken?

Löpke Das hängt natürlich immer von der Jahreszeit ab. Im Frühjahr gibt es in den Wiesen beispielsweise das Schaumkraut oder den Wiesenpippau. Selbstverständlich gibt es in den Rheinauen auch seltene Tiere – etwa den Steinkauz oder die Schleiereule.

Wie läuft denn so eine Tour ab?

Löpke Auch die Tour richtet sich nach der Jahreszeit. Im Frühjahr bieten wir in der Regel vogelkundliche Touren an. Wo lebt der Vogel und was frisst er am liebsten, sind Fragen, denen wir nachgehen.

Wann finden die Touren statt?

Löpke In der Regel morgens oder abends zur Dämmerung. Im Winter sind die Anfragen natürlich geringer, allerdings kann man auch in dieser Zeit etwas entdecken.

DAS INTERVIEW FÜHRTE JAN SCHULTE

(RP)