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Langenfeld: Bibliothek setzt auf Selbstbedienung

Langenfeld : Bibliothek setzt auf Selbstbedienung

In der zurzeit geschlossenen Bücherei werden Automaten eingebaut, an denen die Nutzer ab 5. November ihre ausgeliehenen Artikel selber verbuchen sollen.

In der zurzeit geschlossenen Bücherei werden Automaten eingebaut, an denen die Nutzer ab 5. November ihre ausgeliehenen Artikel selber verbuchen sollen.

Die "Guinness World Records"-Bücher bereiten dem Team der Stadtbibliothek Probleme. Sie gehören zu den wenigen Posten, die ab dem 5. November nicht an den Ausleih-Automaten verbucht werden können. Die metallene Oberfläche stört die Antenne der Verbuchungsmaschinen, die in der zurzeit geschlossenen Bücherei eingebaut werden. "Einige Exemplare werden von der automatischen Verbuchung ausgeschlossen bleiben", erklärt Bibliothekschefin Martina Seuser. "Spiele, Werke der Artothek und eben Bücher wie das Guinnessbuch sind automatenunfähig."

Seit dem Sommer bereitet Seuser mit ihrem Team die Räume und den Bestand auf die neue Technik vor. Nach den Herbstferien sollen die Besucher ihre zur Ausleihe ausgewählten Artikel selbstständig an Automaten verbuchen und ebenso zurückgeben.

Allein die Codierung der knapp 60 000 Bücher, Zeitschriften, CDs und sonstigen Medien mit neuen Datenträgern dauerte drei Monate. "Wir haben hier wirklich jedes Teil einmal in der Hand gehabt", schildert Seuser den Vorgang. "Die Artikel, welche weiterhin an die Kasse müssen, sind jetzt mit einem großen roten Aufkleber gekennzeichnet." So könne schnell erkannt werden, ob der entsprechende Gegenstand automatisch zu verbuchen sei.

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Teil der Kennzeichnung aller Bücher ist auch ein kleiner schwarzer Punkt. Der, so Seuser, sei wichtig, damit klar sei, welcher Artikel bereits einen Transponder hat. Deswegen appelliert die Bibliothekschefin an alle Nutzer: "Auch wenn es oft gut gemeint ist: Bitte nicht wegwischen!"

Den bisherigen Ablauf der Umbauarbeiten beurteilt Seuser positiv. "Wir sind voll im Plan!" Es seien weit weniger Probleme aufgetreten als zunächst befürchtet. Offene Baustelle ist nur noch das Foyer. Eine Holzverkleidung und Glaswände fehlen noch, die Automaten stehen bereits an ihrem Platz.

"Um die Rückgabe-Automaten wird eine Glaswand installiert, so dass man nicht dahinter greifen kann", erläutert Seuser. Zugleich soll so ein altbekanntes Problem gelöst werden: Durch das offene Foyer strömt grade im Winter kalte Luft. "Den so entstehenden Zug blockt das Glas jetzt ab."

Mit der neuen Anlage kommt auch mehr Sicherheit in die Stadtbibliothek. Durch das neue System kann jetzt nicht nur erkannt werden, dass ein Artikel unverbucht die Bücherei verlassen hat, sondern auch welcher. "Die alte Magnetsicherungsanlage war nur in der Lage, das Verlassen des Artikels anzuzeigen. Bei Fehlbuchungen mussten dann alle Artikel erneut gescannt werden." Jetzt, so Seuser, könnten die Kunden gezielt nachbuchen. Die ausgediente Anlage wird übrigens verschrottet. "Der Hersteller hat diese Sparte schon vor langem aufgegeben und die Technik ist mittlerweile einfach veraltet."

Besonders in der Anfangszeit nach der Wiedereröffnung soll den Nutzern jemand aus dem Bücherei-Team helfend zur Seite stehen. "Gerade am Anfang kann die Bedienung noch schwierig sein", meint Seuser. Im Grunde, demonstriert sie der RP, sei die Bedienung des Touchscreens aber nur Gewöhnungssache. Die automatische Verbuchung soll vor allem die Mitarbeiter der Stadtbibliothek entlasten. Die manuelle Verbuchung sei "ein Knochenjob". Durch das neue System soll zudem mehr Service geboten werden.

(jim)