Langenfeld: Betrunkene am Steuer - ansonsten kaum Verstöße

Langenfeld : Betrunkene am Steuer - ansonsten kaum Verstöße

Trotz wiederholter Appelle gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr hat die Polizei bei den im Karneval verstärkten Kontrollen viele Verstöße festgestellt. Auch am Wochenende gab es nach den Worten eines Polizeisprechers "leider wieder zahlreiche Belege für menschliche Unvernunft und alkoholbedingten Leichtsinn".

So sei am Samstag gegen 1.50 Uhr an der Hardt in Langenfeld ein 25-jähriger Autofahrer angehalten worden, in dessen Atem die Beamten Alkoholgeruch feststellten. Ein Alkoholtest ergab 0,6 Promille, zudem wies einiges auf Drogenkonsum hin. Eine Untersuchung habe die Einnahme von Cannabis und Amphetaminen bestätigt. Seinen Führerschein durfte der Langenfelder laut Polizei zunächst noch behalten, doch sei ihm bis zur vollkommenen Ausnüchterung und abgeschlossenem Drogenabbau das Fahren untersagt worden. Ähnliche Fälle meldete die Polizei auch nach Kontrollen in anderen Städten des Kreises Mettmann. In Hilden entstand bei einem Alkoholunfall am Sonntagabend ein Schaden von etwa 37 000 Euro.

Positiv fiel indes das Fazit des städtischen Ordnungsamtsleiters Christian Benzrath nach den drei Karnevalszügen im Langenfelder Zentrum sowie in den Ortsteilen Berghausen und Reusrath aus: "Super Stimmung, erstklassiges Wetter - und es gab keine nennenswerten Probleme. Bis auf wenige "Störungen durch einzelne Chaoten" gelte diese Feststellung für alle drei Züge. Nach Benzraths Angaben musste sein Team deutlich seltener einschreiten als in den Vorjahren. Nur wenigen Jugendlichen sei Alkohol abgenommen worden, die Mehrheit der kontrollierten jungen Leute habe die an die Altersgrenze geknüpften Vorschriften eingehalten.

"Leider mussten gleichwohl vier Jugendliche mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus gebracht werden", sagt Benzrath. "Ein betrunkener Junge wurde nach der Erstversorgung in einer der Unfallhilfsstellen seinen Eltern übergeben." Doch auch die Helfer und Sanitäter von DRK und Maltesern hatten deutlich weniger zu tun als im Vorjahr, merkte Benzrath an. "Im Nachgang wird sich der soziale Dienst des Jugendbereichs um die Familien der betrunkenen Minderjährigen bemühen." Beim Lichterzug in Reusrath war laut Benzrath trotz der hohen Zahl von über 10 000 Besuchern die Stimmung ebenfalls friedlich. "Eine Jugendliche, die auch alkoholisiert war, hatte sich an der Hand verletzt und musste ins Krankenhaus." Drei weitere Jugendliche seien an die Eltern übergeben worden. Wildes Urinieren wurde Benzrath zufolge sowohl entlang des Zugwegs in der Innenstadt als auch in Reusrath häufig mit 25 Euro geahndet.

(mei)