Monheim: Beschwerde beim Kreis verzögert Bauprojekt

Monheim : Beschwerde beim Kreis verzögert Bauprojekt

Vor gut zwei Monaten hat die Stadt Monheim den 2,4 Millionen Euro schweren Auftrag für die Straßen- und Kanalarbeiten an der Krischerstraße ausgeschrieben. Dort sollen die Kanäle erneuert und die Straße umgestaltet werden. Die Pavillons kommen weg. "Acht Unternehmen haben sich auf die Ausschreibung beworben", berichtet Baufachbereichsleiter Andreas Apsel. Zwei seien ausgeschieden, weil sie nicht alle geforderten Nachweise zur Qualifikation erbringen konnten. Einer der beiden habe nun eine Beschwerde bei der Kommunalaufsicht im Kreis Mettmann eingereicht und die Auftragsvergabe beanstandet, berichtet Apsel. Deshalb werde sich der Baubeginn an der Krischerstraße weiter verzögern.

Dass es sich dabei um ein Unternehmen handelt, dass bereits vor zwei Jahren nach dem (aus Sicht der Stadt nicht korrekt ausgeführten) Bau eines Sportplatzes für Ärger gesorgt hat, wollte Apsel nicht bestätigen. "Das hat miteinander nichts zu tun", sagt er. Da habe jemand etwas völlig falsch verstanden. Dazu sei das Ausschreibungsverfahren zu klar geregelt. Umgekehrt könne die Stadt auch niemanden bevorzugen, mit dem sie gute Erfahrungen gemacht habe. "Das lässt das Verfahren nicht zu", so Apsel. Der Kreis Mettmann hat die Eingabe jetzt bestätigt, hielt sich mit Details aber zurück. Einen abschließenden Zeitpunkt gebe es noch nicht. Allerdings werde die Entscheidung zeitnah erwartet, hieß es in der Pressestelle. Die Stadt Monheim hängt nun in der Luft. Solange das Verfahren beim Kreis Mettmann läuft, kann sie den Auftrag nicht an einen anderen Unternehmer vergeben. "Unsere Zeitplanung gerät durcheinander", sagt Apsel. Denn das Projekt ist eng getaktet, eine große Pause vor Weihnachten ist zugunsten der Geschäftsleute eingeplant. Spätestens zum Stadtfest im nächsten Jahr sollten die Arbeiten abgeschlossen sein. Ob das gelingt, ist fraglich. Apsel gibt sich jedoch zuversichtlich. Ausschreibungsverfahren seien eine sehr formale Angelegenheit, erläutert er, und geht davon aus, dass die Verwaltung alles richtig gemacht habe. Die betroffenen Einzelhändler würden rechtzeitig über den Baubeginn informiert, kündigte er noch einmal an.

(RP)
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