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Langenfeld: Berghausener sorgen sich um "Radlerfalle"

Langenfeld : Berghausener sorgen sich um "Radlerfalle"

Bei der Mobilen Redaktion der Rheinischen Post an der Treibstraße ging es vor allem um Verkehrsprobleme in dem Ortsteil.

Seit fast 50 Jahren gibt es die Bahnunterführung, die das alte Dorf mit Grundschule, Kita und Pfarrzentrum St. Paulus verbindet. Sie erlaubt zwar eine sichere Passage der Bahnlinie, birgt aber dafür andere Tücken: "Der Bordstein an der Baumberger Straße ist über eine zu kurze Strecke abgesenkt, die Einmündung zur Unterführung ist viel breiter", beklagte gestern Werner Schirrmacher bei der Mobilen Redaktion in Berghausen, bei der es in erster Linie um Verkehrsprobleme ging. "Das ist ein ungeheurer Gefahrenpunkt: Da sind schon viele Radfahrer gestürzt, die das kurze Stück verpasst haben", ergänzte Siegfried Schultk. Auch das sich in der Senke ansammelnde Herbstlaub mache den Weg für ältere Leute schwer passierbar, sagte Klara Biermann.

Für die Kinder, deren Schulweg vom alten Dorf über die Baumberger Straße führt, wünscht sich Heike Contreras zudem eine Querungshilfe. "Die Straße ist so stark frequentiert, dass die Kinder nicht 'rüber kommen." Auch die oft als Umgehung der stauträchtigen B 8 genutzte Heckenstraße war gestern gleich mehrfach Gesprächsthema: Fritz Zapp beklagte, dass zu viele Fahrzeuge jenseits der Parkstreifen abgestellt würden. Nach Ansicht von Klemens Biermann müsste die Hecke mal wieder zurückgeschnitten werden, weil sich kaum noch zwei Fahrzeuge auf der Straße begegnen können.

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Vor allem seit der Schließung des Monheimer Krankenhauses fühlt sich Elvira Giese zunehmend durch Einsatzfahrzeuge in ihrem Nachtschlaf gestört. Als sie 1991 in ihr Haus in Alt-Langenfeld zog, wurde zur B 8 hin lediglich ein Sichtschutzzaun errichtet. "Können wir nicht auch eine Lärmschutzwand erhalten wie das Neubaugebiet am Blumentopf?" Für Schirrmacher ist auch die Temporegelung an diesem Teilstück der B 8 zwischen Weißenstein und L 353 ein schlechter Witz: "Da wo kein Kind die Straße kreuzt, herrscht Tempo 50, und überall sonst darf man 60 fahren."

SSV-Vorsitzender Wolfgang Wollenberg, dessen Verein die Turnhalle nach dem Schulsport nutzt, prangerte das Parkverhalten der Anlieger des Mutter-Theresa-Weg an. "Der Parkplatz, der eigentlich dem Schulpersonal und den Übungsleitern des SSV vorbehalten ist, ist im Herbst immer mit Firmenfahrzeugen und Zweitwagen zugestellt. Wir müssen dann in die Wohngebiete ausweichen und blockieren Anliegerparkplätze."

Auch die elfjährige Carina Heesen beteiligte sich an der Diskussion, um sich für Belange der Jugend stark zu machen: "Hier fehlen ein Café oder eine Eisdiele und Attraktionen für ältere Kinder, wie eine Kletterhalle." Auch bedauert sie, dass der Sonntagsgottesdienst schon um 8.15 Uhr beginnt, für erholungsbedürftige Schulkinder einfach zu früh. Andrea Köser-Schmitz vermisst die intellektuellen Literaturzirkel, die es einmal gab. Überhaupt fehlten die alltäglichen Orte, an denen man – abseits von Schule und Kita – anderen Menschen begegnen könne. Immerhin sorge aber die Trinkhalle Berches für das Allernotwendigste an Lebensmitteln, wozu vor allem frische Brötchen gehörten. Dafür engagiere sich die katholische Bücherei, um Kindergarten- und Schulkinder ans Lesen heranzuführen", sagte Klara Biermann, die diese 25 Jahre lang führte. Seitens des Ehrenamtes könne man einiges kompensieren, was die Hauptamtler zeitlich nicht mehr leisten können.

(RP)