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Langenfeld: Bauverein modernisiert seine Wohnhäuser

Langenfeld : Bauverein modernisiert seine Wohnhäuser

Genossenschaft wertet ältere Häuser zwischen Richrather- und Martinstraße auf und plant Neubau.

942 Wohnungen in 171 Häusern gehören dem Bauverein Langenfeld (BVL). Deren Standard ist sehr unterschiedlich, so dass es nach den Worten von BVL-Chef Hubertus Dedeck vor allem gilt, den Bestand zu modernisieren. Wie er bei der Mitgliederversammlung berichtete, hat die Genossenschaft im vergangenen Jahr für rund 950 000 Euro sechs Mehrfamilienhäuser an der Paul- und Richrather Straße sowie In den Griesen umfassend modernisiert. Gleiches geschehe nun in acht weiteren Häusern an der Richrather- und Jahnstraße sowie ab 2016 an der Querstraße.

"Nachgefragt sind überwiegend kostengünstige Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen", sagt Dedeck. Und ein bezahlbares Angebot innerhalb der Stadt vorzuhalten, sei ja auch Aufgabe der Genossenschaft, deren Bilanzsumme um 1,5 auf 37,4 Millionen Euro stieg. Indes schätzten nicht nur Geringverdiener den BVL-Bestand mit einer Durchschnittsmiete von 4,76 Euro pro Quadratmeter (bundesweit: 4,92). "Zunehmend stellen wir eine Nachfrage nach überdurchschnittlich ausgestattetem Wohnraum fest."

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An das vom BVL seit 2012 für mehr als vier Millionen Euro ausgebaute Bio-Heizwerk mit Nahwärmeversorgung sind laut Dedeck zurzeit 733 Wohnungen angeschlossen. Zum Energie- und Wassersparen trage zudem ein Computer gesteuertes Management-System bei. "Der eigene Verbrauch ist allen Mietern zugänglich, die an das System angeschlossen sind."

Wie Bürgermeister Frank Schneider als Vorsitzender des BVL-Aufsichtsrats und sein dortiger Stellvertreter Rolf Gassen anmerkten, wurde wegen der genannten Investition ins Energienetz eine seit zehn Jahren im Raume stehende Investition aufgeschoben: der Bau von 90 bis 130 Wohnungen an der Königsberger Straße. Das Grundstück gehört dem BVL, die vormaligen Obdachlosenunterkünfte wurden längst abgerissen und seit 2009 besteht Baurecht für die mit etwa fünf Millionen Euro veranschlagte Planung.

"Ich würde mich freuen, wenn wir 2016 mit dem ersten Bauabschnitt loslegen könnten", meinte Dedeck. "Dazu müssten alle an einem Strang ziehen." Nach einem überarbeiteten Entwurf könnte in diesen Neubauten auch eine betreute Wohngruppe für acht bis zehn demenzkranke Menschen entstehen. Dedeck: "Ein Dienstleister soll gewährleisten, dass rund um die Uhr eine Betreuungskraft anwesend ist."

Am Rande der Versammlung kündigte Dedeck an, dass der vom BVL verpachtete Minigolfplatz an der Jahnstraße unter einem neuen Betreiber am 15. August wieder eröffnet wird.

(RP)