Baumberg: Baumberg und Langenfeld als Poster

Baumberg : Baumberg und Langenfeld als Poster

Die Grafikerin Katharina Hannemann schuf nach "The Monheimer" auch "The Baumberger". "The Langenfelder" ist bereits in Vorbereitung.

Von der Kirche St. Dionysius am unteren Bildrand springt der Blick des Betrachters zu den anderen markanten Wahrzeichen des Ortsteils Baumberg: Dorfplatz mit Traditionsbaum, Bürgerhaus, Friedenskirche, Feuerwache, Hippedenkmal, Haus Bürgel und der Camping-Platz sind detailgetreu in "The Baumberger" herausgearbeitet. Einige Gebäude musste die Künstlerin perspektivisch drehen: "Das Bürgerhaus erkennt man nur von vorne." Und einige Baumberger hätten sogar ihr eigenes Haus entdeckt, sagt die 61-Jährige lachend. Im Hintergrund ist der Düsseldorfer Fernsehturm und am Horizont sogar das Meer zu sehen.

Das handsignierte und nummerierte Plakat in einer Auflage von 111 Stück (Größe 70 mal 100 Zentimeter, 66 Euro) war nach wenigen Tagen vergriffen. "Nach Ostern kommt deshalb die kleinere Version für 35 Euro im Format 50 mal 70 Zentimeter heraus", sagt Hannemann. "Diese Auflage wird zwar auch handsigniert sein, ist aber nicht limitiert." Und ,The Langenfelder' ist ebenfalls schon in Vorbereitung", verspricht die umtriebige Grafik-Designerin mit Blick auf die Nachbargemeinde. "In zwei bis drei Wochen ist es so weit."

Nach dem Vorbild des Posters "The New Yorker", das der Karikaturist Saul Steinberg 1976 zunächst als Titelblatt schuf, entstanden in der Zwischenzeit zahlreiche beliebte Stadtansichten, die jeweils ihre eigene Perspektive haben.

So entstand die Idee zu "The Monheimer" im vergangenen Herbst in Maximilian Hannemanns Stammtischrunde. "Ein Kollege zeigte mir das Plakat ,The Hildener'. Es gefiel mir." Der 35-Jährige brauchte nicht lange, um seine Mutter für eine Monheimer Version zu begeistern. "Dann bin ich mit einem Kumpel, der einen Steiger hat, los". Von der Hebebühne des Fahrzeugs schoss der Werbefachmann aus 25 Meter Höhe zahlreiche Fotos, die ihr als Vorlage dienten. Ob für die Monheimer oder die Baumberger Ansicht: "Die Grundperspektive suche ich mir über Google Earth", erklärt Katharina Hannemann. Dann filtert sie wichtige Gebäude und Strukturen heraus und fertigt eine Vorskizze. "Natürlich haben wir die Baumberger gefragt, welche Wahrzeichen unbedingt auf das Poster sollen", sagt die 61-Jährige. "Das Hippe-Denkmal war ihnen besonders wichtig."

Die Skizze überträgt Hannemann anschließend mit Bleistift auf ein vergrößertes Raster. Sie malt mit Bunt- und Filzstiften überwiegend in Pastelltönen. Nur das Feuerwehrhaus hat knallrote Tore. Generell überwiegen Wald- und Wiesentöne: "Baumberg ist eben sehr, sehr grün", stellt die Künstlerin anhand der Luftaufnahmen fest.

Rund 14 Tage arbeitet sie an einem Plakat. Wobei die Monheimer Ansicht mit zentraler Altstadtperspektive einfacher umzusetzen gewesen sei als der Blick auf Baumberg. An die Altstadt mit Schelmenturm und der St.-Gereon-Kirche habe sie die Marienburg und das Deusser-Haus "einfach ein bisschen herangerückt".

Und noch eine Spur komplizierter gestaltet sich nun das Poster für die Posthornstadt. Die bestehe ja eigentlich aus mehreren Ortsteilen. Katharina Hannemann will sich deshalb auf das idyllische Richrath und das ländliche Reusrath beschränken, die Mitte werde mit der Stadtgalerie und den Marktarkaden nur angedeutet. "Ich habe meine Fotoauswahl schon getroffen", verkündet die Künstlerin. Und Vorbestellungen für ihr drittes Projekt gibt es auch schon.

(RP/ac)
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