Baumberg Stadt will Holzweg-Passage optisch aufwerten und Leerstand beseitigen

Monheim : Baumbergs Einkaufszentrum soll attraktiver werden

Neben einer klaren Beschilderung sollen auch die Fassaden ansprechend gestaltet und die Möblierung erneuert werden.

Als vor zwei Wochen das Einkaufszentrum am Holzweg seinen 50. Geburtstag feierte, stellte sich heraus, dass viele Baumberger die dort ansässigen Einzelhändler nicht kennen. Für Isabel Port, Geschäftsführerin der Monheimer Einkaufszentren, ist daher erste Gebot: die Holzweg-Passage, wie die Einkaufszeile jetzt heißen soll, sichtbarer zu machen. „An den beiden Eingängen gibt es bisher keine klare Annoncierung, keine Wegeführung. Wenn man es nicht kennt, fährt man einfach vorbei.“ Auch die eher unansehnliche Rückseite von Netto-Markt und Fuchsbau soll künftig für entsprechende Hinweise genutzt werden.

Im Sommer 2018 hatte die Stadtentwicklungsgesellschaft die Passage gekauft, um sie als Nahversorgungszentrum für Alteingesessene und  künftige Bewohner des Sophie-Scholl-Quartiers und des Waldbeerenbergs wiederzubeleben. In Verlängerung der Passage wird ein privater Investor einen Vollsortimenter ansiedeln, dessen Frischwarenangebot über das der örtlichen Discounter hinausgehen wird. Auf dem Gelände der Monheimer Wohnen soll zudem ein Drogeriemarkt entstehen.

Da der in der Ladenzeile konservierte Schick der 60er Jahre nicht mehr zeitgemäß ist,  will die Stadt durch einige behutsame Eingriffe in die Fassaden die Aufenthaltsqualität verbessern. Die Werbebanner über den Ladenlokalen sollen so vereinheitlicht werden, dass optisch „mehr Ruhe und Harmonie einkehrt.“ Auch die Markisen und Fassaden der Ladenlokale  sollen ansprechender gestaltet und auf den Namen Holzweg-Passage abgestimmt werden. „Es soll warm und einladend aussehen“, sagt Port, Einzelheiten würden im Juli in den Ratsgremien bekanntgegeben.  Außerdem müsse die Eigentümergemeinschaft noch zustimmen, die aber auf einer ersten Informationsveranstaltung positiv reagiert habe.

Auch der Bodenbelag und die Möblierung der Passage sollen modernisiert werden. Eine Pflasterung scheide aber vermutlich wegen der darunter liegenden Tiefgarage aus. „Der Aufbau darf nicht so hoch sein“, sagt Port. Zur Möblierung gehören neben den Pflanzkübeln auch Sitzmöglichkeiten und Fahrradständer. Inzwischen konnte der Leerstand weiter eingedämmt werden. Der „Baumberger Früchtehof“ decke genau das Angebot ab, was von den Baumbergern lange schmerzlich vermisst wurde: In dem Laden gehen neben frischem Obst und  Gemüse auch Fleisch und Wurstwaren über die Theke. Direkt daneben hat sich unter dem Namen „Ballon Baumberg & mehr“ ein Geschäft für Partyartikel und -zubehör niedergelassen. Neben Ballons in allen Formen und Farben gebe es dort Bastelbedarf und Geschenke. „Die neuen Läden werden gut angenommen und  bringen schon mehr Frequenz“, so Port. Jetzt stehen nur noch zwei Ladenlokale leer. Bedarf bestünde noch an einem Blumenladen, einem Schuhreparaturbetrieb und einem Textilgeschäft, etwa für Secondhand-Kindermode, sagt Port. Mit dem Eiscafé, der Reinigung, der Praxis für Physiotherapie  verfüge man dann über einen guten Mix für ein lebendiges Stadtteilzentrum.