Monheim: Baumberg: Raubüberfall auf Supermarkt

Monheim : Baumberg: Raubüberfall auf Supermarkt

Die Michael-Brücken-Kaufpark-Filiale an der Sandstraße in Baumberg wurde gestern Morgen von einem bewaffneten und maskierten Täter überfallen. Über die Höhe der Beute macht die Polizei keine Angaben.

Die Michael-Brücken-Kaufpark-Filiale an der Sandstraße in Baumberg wurde gestern Morgen von einem bewaffneten und maskierten Täter überfallen. Über die Höhe der Beute macht die Polizei keine Angaben.

Der Täter hatte eine Sturmhaube mit Sehschlitzen über den Kopf gezogen und lauerte gegen 5.25 Uhr einem 29-jährigen Mitarbeiter des Marktes auf, als dieser die Geschäftsräume aufschloss, um seine Arbeit aufzunehmen. Der Räuber, der Deutsch mit osteuropäischem Akzent sprach, bedrohte den Mitarbeiter mit einer Handfeuerwaffe und erpresste so die Herausgabe von Bargeld aus dem aktuellen Kassenbestand des Marktes. In welcher Höhe, gab die Polizei nicht bekannt. Mit dieser Beute flüchtete der Unbekannte aus dem Geschäft auf die Sandstraße und weiter in bislang unbekannte Richtung. Die sofortige Fahndung mit starken polizeilichen Kräften führte nicht zu einem schnellen Erfolg, der betroffene Mitarbeiter des Marktes ist schockiert und verängstigt.

Der bewaffnete Straftäter soll etwa 40 Jahre alt und bei 1,85 Meter Größe kräftig gebaut sein. Er war komplett schwarz gekleidet, Gesicht und Hände verbarg er unter einer Sturmhaube beziehungsweise Lederhandschuhen. Er führte eine Handfeuerwaffe mit sich, die Polizei vermutet eine Pistole, außerdem hatte er einen grauen Beutel mit Reißverschluss.

Bisher liegen der Monheimer Polizei noch keine konkreten Hinweise zu Identität, Herkunft und Verbleib des flüchtigen Räubers vor. Ein Strafverfahren wegen Raub sowie weitere Ermittlungen wurden eingeleitet, Spuren gesichert. Die polizeilichen Ermittlungen dauern weiterhin an. "Wir setzen jetzt unsere Hoffnung auf etwaige Zeugen, die den Täter entweder bei der Flucht beobachtet oder vorher vor dem Objekt haben herumlungern sehen", sagt Polizeisprecher Ulrich Löhe. "Zu dieser frühen Stunde sind ja meist dieselben Menschen unterwegs, wie etwa Zeitungsboten." Überhaupt wähle ein Täter sein Tatobjekt nicht von Ungefähr aus, oft gebe es Bezüge, etwa die Nähe zur Wohnung.

Nach Auskunft des Kaufpark-Filialleiters wird in den Stunden vor der Öffnung für die Kundschaft um 8 Uhr gewöhnlich das am Vorabend angelieferte Obst und Gemüse eingeräumt und andere Frischeprodukte wie Backwaren und Fleisch von Lieferanten in Empfang genommen und in die Theken sortiert. "Offenbar hat der Räuber uns ausspioniert", vermutet Veton Jusufi. "Normalerweise sind morgens mindestens zwei Mitarbeiter im Geschäft. Der Metzger war verspätet — die anderen kommen erst später." Das ist der bisher erste Überfall auf diese Kaufpark-Filiale, die im Jahre 1999 in Nachfolge des Groka-Marktes eröffnet hatte.

Der betroffene Mitarbeiter habe einfach die Anweisungen des Räubers befolgt, berichtet Jusufi, So eine Situation könne man eben nicht üben. Im Nachhinein komme dem Mitarbeiter das Erlebte wie ein Traum vor. "Nach Hause haben wir ihn aber auch nicht geschickt, weil dort jetzt niemand ist. Wir muntern ihn jetzt lieber ein bisschen auf", sagt der Filialleiter. Ansonsten gebe es zahlreiche Möglichkeiten innerhalb des Unternehmens, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Jusufi: "Er muss nur sagen, welcher Weg ihm am liebsten ist."

Hinweise an die Polizei in Monheim, Telefon 9594-6550.

(RP)