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Bau- und Verkehrsausschuss in Langenfeld diskutierte das Verkehrskonzept für den Stadtteil Richrath

Thema im Bau- und Verkehrsausschuss : Verkehrskonzept für Langenfeld-Richrath auf der Zielgeraden

Seit über anderthalb Jahren beschäftigen sich Experten mit einem Konzept für die Verkehrssituation im Langenfelder Stadtteil Richrath.

Verkehrsplanung ist ein schwieriges Feld, nicht selten stehen sich die Beteiligten irgendwann unversöhnlich gegenüber. Nicht so in Richrath: Im Bau- und Verkehrsausschuss lobte der von der Verwaltung beauftragte Mobilitätsplaner am Donnerstagabend die Anwohner. „So positiv aktiv, wie die Bürgerschaft beim Verkehrskonzept Richrath mitgewirkt hat, ist es selten. Das hat uns viel Spaß gemacht“, sagte Michael Vieten, Geschäftsführer der IGS Ingenieurgesellschaft Stolz mbH aus Neuss.

Die Menschen im Langenfelder Norden haben gleich mehrere Herausforderungen mit dem Thema Verkehr. Es gibt dort zu viel davon, es ist deshalb zu laut, es wird oft zu schnell gefahren und es gibt zu wenig Radwege. Im Februar vergangenen Jahres hatte die Verwaltung daher die Experten aus Neuss beauftragt, ein Konzept vorzustellen. Der Endbericht wurde nun der Politik vorgestellt. Die Resultate sind, so Michael Vieten, klar: Es sei dringend notwendig, den Durchgangsverkehr zu reduzieren. Der Knotenpunkt Hildener Straße/Winkelsweg gilt dabei als Flaschenhals, der zuerst in den Fokus genommen werden müsse. Zudem habe eine aufwendige Parkraumuntersuchung im Juni ergeben, dass ausreichend Stellplätze vorhanden seien.

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In der anschließenden Diskussion gab es Zustimmung für die Arbeit der Verkehrsplaner. „Für uns ist es jedoch unabdingbar, die Richrather Bürger und Geschäftsleute über die Ergebnisse der Diskussionen aus dem nächsten Arbeitskreis zu informieren“, sagte Lothar Portugall (CDU). Vertreter des Bau- und Verkehrsausschusses sollen am 27./28. Oktober mit den Planern über den Endbericht diskutieren. „Es ist sehr schlüssig, was sie vorgebracht haben. Spannend wird sein, was wir davon umsetzen können“, meinte Andreas Menzel (BGL).

Der Initiativkreis ProRiMi (Pro Richrath Mitte) zeigte sich mit Blick auf die Ausschuss-Sitzung erfreut. „Das war für viele betroffene Bürger in Richrath-Mitte ein guter Abend“, teilte Mitbegründer Rolf Florczak mit. Die endgültig abgestimmte Fassung des Konzeptes soll, so die Planung, in der nächsten Sitzung des Fachausschusses am 18. November verabschiedet werden.