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Langenfeld/Monheim/Erkrath: Autodiebe sind zurzeit in beiden Städten aktiv

Langenfeld/Monheim/Erkrath : Autodiebe sind zurzeit in beiden Städten aktiv

Seit Ende September wurden in Langenfeld und Monheim sieben Sprinter-Lkw gestohlen, ein MAN-Laster sowie drei Audi-Fahrzeuge.

Sieben Kleinlastwagen vom Typ Mercedes-Sprinter sind seit Ende September in Langenfeld und Monheim gestohlen worden. Meist waren sie in Gewerbegebieten oder in der Nähe geparkt, als die Diebe zuschlugen. Dass ein Zusammenhang zwischen diesen Taten besteht und es derzeit eine Bande in der Region gezielt auf dieses Modell angesehen hat, liegt für die Polizei auf der Hand. Die Sprinter-Diebe scheinen jetzt ihren Bereich nach Erkrath verlagert zu haben.

Dort wurden gerade von einem Firmengelände und vom Parkstreifen direkt gegenüber zwei Sprinter gestohlen. In den vergangenen zwei Wochen kamen weitere spektakuläre Fälle hinzu: Von einem Parkplatz an der Industriestraße in Langenfeld wurde ein MAN-Lastwagen samt 180 Holzpaletten entwendet. Außerdem stahlen Unbekannte in Langenfeld drei bis zu 55 000 Euro teure Audi-Fahrzeuge. Nach Angaben von Polizeisprecherin Claudia Partha sind bislang noch keine Täter worden.

Zumindest bei den gestohlenenen Mercedes-Kleinlastern sprechen die Erkenntnisse klar dafür, dass eine Bande derzeit ihre Diebstahlserie auf den gesamten Kreis Mettmann ausgedehnt hat.

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Der Mercedes-Sprinter sei eines der meistgestohlenen Fahrzeuge in Deutschland, weiß Polizeisprecher Frank Sobotta. Da erstaune es nicht, dass der Fahrzeugtyp immer wieder im Visier von professionellen Autodieben sei. Oft würden die Wagen gezielt gestohlen, um sie dann meist ins osteuropäische Ausland zu bringen und sie dort zu verkaufen. Manchmal würden die Fahrzeuge jedoch auch als lohnendes Objekt zum Ausschlachten für Ersatzteile entwendet.

"Die Fahrzeuge tauchen meist nie wieder auf", sagt Sobotta aus Erfahrung. Auch von den sieben in Langenfeld und Monheim verschwundenen Sprintern und den beiden Autos aus Erkrath gibt es bislang keine Spur. Aber: "Diesmal scheint sich der Blick nicht ins benachbarte östliche Ausland zu wenden, sondern eher nach Westen", sagt Sobotta.

Da die Täter in Erkrath mit einem Wagen mit Viersener Kennzeichen unterwegs gewesen sein sollen, gibt es die Vermutung, dass die Unbekannten aus dem Benelux-Raum stammen. Beim Stopp in Viersen könnten sie die Kennzeichen für ihre Straftaten gestohlen haben. Das könnte dafür sprechen, dass die beiden geklauten Sprinter diesmal für den westlichen Markt vorgesehen seien, sagt Sobotta.

In welche Richtung auch immer: Mit Tempo 180 sind die Transporter schnell über alle Berge, mutmaßt Sobotta. Nicht nur die hohe Geschwindigkeit erschwere die Fahndung, sondern auch der Umstand, dass der nächtliche Diebstahl eines Firmenfahrzeugs in der Regel erst am nächsten Morgen oder gar erst nach dem Wochenende bemerkt werde. "Etwa eine halbe Stunde, nachdem ein Autodiebstahl angezeigt wird, kann die Beschreibung bei etwaigen Polizei- oder Grenzkontrollen verdächtiger Fahrzeuge EU-weit abgefragt werden."

Doch sei bei mindestens drei der in Langenfeld und Monheim gestohlenen Transporter der Zulassungsschein mit an Bord gewesen. Zwar hätten Polizisten in Anbetracht der aktuellen Diebstahlserie bei Kontrollen in der Region gerade auf solche Sprinter im Auge und fragten gegebenenfalls mal nach. Aber wenn ein Dieb außerhalb der Region im Falle einer Überprüfung den Zulassungsschein vorzeigen kann und das Fahrzeug unbeschädigt ist, könne er wohl unbeanstandet weiterfahren.

(RP)