Monheims kleiner feiner Markt lockt die Besucher Heimelige Atmosphäre beim Nikolausmarkt

Monheim · Viele kleine Büdchen mit ausgefallenen Ideen locken zum Bummel in Monheim-Baumberg ein. Der Star des Tages ist der Nikolaus, der sich geduldig anhört, was die Kinder zu sagen haben.

 Nicole fand, das die Feuerzangenbowle prima zum Wetter auf dem Nikolausmarkt in Baumberg passte.

Nicole fand, das die Feuerzangenbowle prima zum Wetter auf dem Nikolausmarkt in Baumberg passte.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Auf der Bühne sitzt der Nikolaus und empfängt die Kinder, die mit einer Mischung aus Neugier, Respekt und Freude vor den bärtigen Mann im roten Gewand treten. Manche sind so mutig, dass sie sogar ein kleines Gedicht vortragen, was nicht nur die stolzen Eltern, sondern auch alle anderen Besucher freut, die sich vor der Bühne versammelt haben, um den „Star“ des vorweihnachtlichen Baumberger Marktes – den Nikolaus – bei der Arbeit zu beobachten.

Vor allem individuell gefertigte Sachen und Kunsthandwerk wurde in den Buden des Baumberger Nikolausmarktes angeboten. Hier ließen sich viele Geschenke finden, die abseits von Massenware mit viel Liebe hergestellt worden waren.

Monika Friedrich bietet fantasievollen Schmuck und weihnachtliche Deko-Artikel, die allesamt aus Aludraht gestaltet wurden, an. „Das ist spezieller Aludraht“, verrät die Baumbergerin, „der läuft nicht an.“ Ohrringe, Armreifen, Colliers hat sie in verschiedenen Farbkombinationen angefertigt. Ihre Sachen bestechen durch fließende Formen und Spiralen. „Ich bin mit einer Designerin aus Hamburg befreundet“, verrät Monika Friedrich. Bei ihr besucht sie Seminare und lässt sich für ihr Kunsthandwerk inspirieren. Ob die mit Lichterketten versehenen Dekokugeln oder die einzigartigen Adventsgestecke, die mit lichten Aludrahtkugeln, Tannenzweigen und Kerzen bestückt sind – hier steckt viel Geschick und Herzblut drin. Genauso in den wundersamen Gnom- und Elfenhäuschen, die Rosemarie Teige mitgebracht hat. Während ihrer Urlaube in Dänemark sammelt sie Treibholz, Moos und besorgt die kleinen Wichtelfiguren. „Ich bin keine Strandliegerin“, gibt sie zu. Deshalb begann sie damit, etwas aus den Fundstücken zu basteln. „Ich habe den Film Hobbits gesehen“, verrät sie. Der inspirierte sie zu den kleinen Elfenhäuschen. Die urig anmutenden Korkeichenstücke dazu stammen aus Portugal. Mit kleinen Fensterchen versehen, die gemütlich leuchten, zauberhaften Landschaften und winzigen Bäumchen hat sie ihre Häuschen gestaltet. Inzwischen stellt sie auch kleine Krippen her. „Ein Vater kam zu mir und suchte eine kleine Krippe für seinen Sohn“, erzählt Rosemarie Teige. „Er sagte, sie haben alles, aber keine Krippen.“ Das ließ sich die gelernte Bau- und Möbelschreinerin nicht zweimal sagen und begann sofort damit, romantische Korkeichen-Krippen zu bauen. Auf dem Baumberger Nikolausmarkt ist sie zum ersten Mal und freut sich über die tolle Resonanz. Auch Helena Kowalski hat sich eine kleine Wichtelhütte ausgesucht. „Ich finde die so toll“, schwärmt sie. Ist die Hütte ein Geschenk? „Ja“, meint sie lachend, „für mich selbst.“ Sie genieße es, über diesen „besonderen Weihnachtsmarkt“ zu schlendern. „Das sind fast alles Sachen, die man sonst nirgends sieht.“ Also ideal, um sich selbst und den Lieben ein hübsches Geschenk zu besorgen. Zum ersten Mal überhaupt auf einem Weihnachtsmarkt ist Sandra Leffers mit den Ergebnissen ihrer Kreativ-Werkstatt. Mit handgefertigtem Makramee gestaltete Lampen und Schlüsselanhänger, speziell konservierte Pusteblumen im Glas, Kerzen in unterschiedlichen Farben und Formen oder gar Duftkerzen hat sie im Angebot. „Die Kerzen sind mit Gin Tonic-Duft“, verrät Sandra Leffers. „Ganz nach dem aktuellen Getränketrend.“ Auf dem Nikolausmarkt waren freilich andere Getränke angesagt. Feuerzangenbowle, heißer Apfelsaft oder der bekannte Baumberger Weißweinpunsch erfreuten sich großer Beliebtheit, um sich wieder aufzuwärmen. Auch für den kleinen Hunger war mit heißen Champignons, Grillwurst oder Kartoffelpuffern bestens gesorgt.

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