Monheim: Aus einem Kuhstall wird ein Hof-Café

Monheim : Aus einem Kuhstall wird ein Hof-Café

Gokart-Verleiher Roland Giebner hat einen Bauernhof an der Parkstraße erworben. Derzeit baut er um.

Roland Giebner, der am Wochenende mit seinem Gokart-Verleih Am Werth in die Saison startet, möchte expandieren: An seinem neuen Domizil, einer Hofanlage an der Parkstraße/Ecke Hofstraße, möchte er ein Hof-Café für Familien etablieren. "Also die gleiche Kundschaft, die ich auch unten am Rheindeich mit den Gokarts bediene", sagt der 56-Jährige. Sein gastronomischer Betrieb würde sich auf das klassische Café-Angebot mit selbst gebackenem Kuchen und Frühstück beschränken.

"Aber hier, in der Altstadt, wurde ja immer das fehlende Café beklagt", wirft seine Frau Monika ein. Die Bauarbeiten in dem ehemaligen Kuhstall des Hofes sind bereits im Gange. Auf einem Drittel der Fläche plant Giebner eine kleine Spielfläche, auch der geschlossene Innenhof würde Müttern mit Kleinkindern einen entspannten Aufenthalt ermöglichen. Eröffnung soll schon Ende April/Anfang Mai sein.

Als der gelernte Biologielaborant den Hof vor anderthalb Jahren erwarb, hatte er zunächst vor, eine Art Bauernhof-Erlebniswelt für Kinder zu schaffen. "Ich wollte eine Spielscheune einrichten, kein zweites Okidoki, sondern etwas zum Toben ohne aufwändige Geräte." Eine solche gewerbliche Nutzung war aber in diesem reinen Wohngebiet nicht genehmigungsfähig. Aber ein Hof-Café — das ging. Die Umnutzungsgenehmigung ist bereits erteilt. 70 000 Euro hat Giebner eigenen Angaben zufolge bereits in den Umbau des Kuhstalls investiert. Neben neuen, stilistisch passenden Fenstern musste er (behindertengerechte) Toilettenanlagen und eine Küche einbauen. "Wegen der Kälte haben sich einige Arbeiten verzögert, die bereits sandgestrahlten Wände müssen noch verputzt werden", sagt der Hofbesitzer.

Das Café hat er — parallel zu dem Gokart-Verleih — als Saisonbetrieb konzipiert, weil das ehemalige Nutzgebäude unbeheizt ist. "Wenn ich den Stall nach den neuesten baurechtlichen Richtlinien hätte dämmen lassen, würde der rustikale Bauernhof-Charme gänzlich verloren gehen."

Wenn sich Monheim am 8. und 9. Juni in eine Westernstadt verwandelt, möchte Giebner mit einer Attraktion auf seine Lokalität aufmerksam machen: "Wir werdendann auch Spiele für Kinder anbieten." Auch mit den Altstadtwirten habe er Kontakt aufgenommen, um bei der nächsten "Klangsaiten"-Reihe als Spielstätte berücksichtigt zu werden.

Ausschenken darf er täglich bis 21.30 Uhr, aber abschließend hat er noch nicht über seine Öffnungszeiten entschieden — schließlich werde er das Café nebenberuflich betreiben. Von dem Betrieb erhofft er sich natürlich auch Synergieeffekte für den Gokart-Verleih. Gerade für die Kindergeburtstage ließen sich beide Angebote gut verbinden. Und weil zu einem richtigen Bauernhof auch Tiere gehören, hat er junge Meerschweinchen angeschafft, die gerade noch in der Küche überwintern. "Wir hatten auch an eine Ziege gedacht", sagt er, während Ehefrau Monika abwinkt: "Die riechen zu streng."

(RP/rl)
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