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Monheim/Mettmann: Auf vier Beinen durchs Neanderland

Monheim/Mettmann : Auf vier Beinen durchs Neanderland

Nicht nur Zweibeiner sind im Neanderland willkommen. Auch für ihre vierbeinigen Begleiter gibt es allerhand zu erleben in der grünen Region zwischen Rhein, Ruhr und Bergischem Land: ob bei ausgedehnten Wanderungen durch die reizvollen Naturlandschaften oder im Neanderthal Museum in Mettmann.

Hier können Hund und Herrchen beim "Doggy Day" auf gemeinsame Entdeckungstour gehen und Museumsluft schnuppern (jeden ersten Freitag im Monat von 14 bis 18 Uhr, www.neanderthal.de.

Die große Tier- und Artenvielfalt des Neanderlands lässt sich besonders gut in der Urdenbacher Kämpe bei Monheim am Rhein beobachten. Das Naturschutzgebiet zählt zu den letzten nicht eingedeichten und regelmäßig überfluteten Auenlandschaften am Niederrhein. Bis zu 277 verschiedene Tierarten wurden hier erfasst, darunter viele verschiedene Vögel, die bei einem Spaziergang entdeckt werden können.

Der Pferdehof von Haus Bürgel in Monheim - an der Stadtgrenze zu Düsseldorf - bietet gemütliche Kutschfahrten mit historischen Kaltblutpferden an, die auf dem Hof gezüchtet werden. Katrin und Herbert Reuter züchten dort Kaltblutpferde. Als besonderes Erlebnis für Familien und andere Gruppen bieten sie Kutsch- und Planwagenfahrten durchs Naturschutzgebiet Urdenbacher Kämpe an. Es ist ihr Verdienst, dass immer noch diese gemütlichen Dicken bewundert werden können.

 Tarpane und Ochsen grasen am eiszeitlichen Wildgehege. Diese Arten haben schon zu Zeiten des Neanderthalers gelebt.
Tarpane und Ochsen grasen am eiszeitlichen Wildgehege. Diese Arten haben schon zu Zeiten des Neanderthalers gelebt. Foto: privat
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In den 50er Jahren stand das Überleben von Kaltblütern auf der Kippe, da sie nicht mehr in der Landwirtschaft gebraucht wurden. Nur durch Hobbyzüchter konnte diese alte Haustierrasse erhalten bleiben. Besonders interessant ist es für Erwachsene und Kinder, diese gutmütigen Tiere bei den Fahrten ganz aus der Nähe betrachten zu könnenIn der Biologischen Station von Haus Bürgel haben Kinder- und Schulgruppen regelmäßig die Gelegenheit zur spielerischen Naturbegegnung und Umweltbildung. Welche Tiere zu Zeiten des berühmten Neanderthalers gelebt haben, verrät ein ausgedehnter Spaziergang rund um das Eiszeitliche Wildgehege im Neandertal in Erkrath. Hier leben Tarpane (Wildpferde), Wisente und Auerochsen, die in Europa bereits vor hunderten von Jahren ausgestorben sind und durch Kreuzungen weitgehend zurückgezüchtet werden konnten

 Beim "Animal Trekking" begleiten Alpakas die Spaziergänger wie Michaela und Detlef Maluche.
Beim "Animal Trekking" begleiten Alpakas die Spaziergänger wie Michaela und Detlef Maluche. Foto: Schaller,Bernd (bs)

Den Trend des "Animal Trekkings" können Tierfreunde auch im Neanderland ausprobieren: Auf einer geführten Tour mit Alpakas und den kleinsten Schafen Europas geht es durch die Wülfrather Natur und das Bergische Land. Lustige Fotos mit den kuscheligen Weggefährten und ein anschließendes Lagerfeuer mit Würstchen und Stockbrot sorgen für ein ausgefallenes Familien-Erlebnis. Dauer der großen Trekkingtour: etwa 2-3 Stunden.

Wer die Könige der Lüfte einmal aus nächster Nähe betrachten möchte, der kann in der Wald-Forscher-Station in Wülfrath mit Wüstenbussard Merlin und Uhu Uwe auf Tuchfühlung gehen. Waldpädagogin und Falknerin Uta Wittekind vermittelt auf einer Waldexkursion Spannendes über die faszinierenden Greifvögel und ihren Lebensraum. Bei Familien sind Besuche auf den Bio-Bauernhöfen im Neanderland beliebt. Ob auf dem Hof, der Wiese, in der Scheune oder in der Reithalle, dort ist Abenteuer bei jedem Wetter garantiert. Auf dem Lern- und Erlebnisbauerhof Gut Hixholz etwa können Kinder die Tiere des Hofes kennenlernen. Dabei dürfen sie Kälber, Ponys, Kaninchen & Co. füttern und streicheln und lernen Wissenswertes über ihren Lebensraum.

(RP)