Langenfeld: Asylheim: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Langenfeld : Asylheim: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Der Geruch nach verbranntem Öl liegt gestern noch in der Luft. Die Tür zum Küchencontainer in der Flüchtlingsunterkunft am Winkelsweg ist versiegelt. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung. Der Staatsschutz ist eingeschaltet. Zu Schaden kam niemand.

Inder Nacht zu gestern gegen 2.20 Uhr haben Anwohner des Winkelswegs die Polizei verständigt. In der Nachbarschaft "hupe es". Die Polizei rückt aus und stellt fest, dass der Alarm aus dem Küchencontainer der städtischen Flüchtlingsunterkunft kommt. Sie verständigt die Feuerwehr. In der Küchenzeile, die, so der Hausmeister, von mehr als 50 Männern genutzt wird, brennt es. Vier Backöfen sind angeschaltet, ebenso die Herdplatten an allen vier Öfen. Eine Fettpfanne hat sich entzündet, auf einem Herd brennt Zeitungspapier.

"Wir ermitteln jetzt wegen schwerer Brandstiftung", sagt Polizeisprecher Frank Bauernfeind. In der Nacht habe man keine Zeugen angetroffen oder befragen können. Der Staatsschutz sei eingeschaltet. "Eine politisch motivierte Tat ist derzeit nicht zu erkennen. Aber wir ermitteln in alle Richtungen", sagt Marcel Fiebig, Polizeisprecher in Düsseldorf. "Die Polizei im Kreis Mettmann hat den Staatsschutz mit ins Boot geholt."

Christin Benzrath, Bereichsleiter Recht und Ordnung bei der Stadt Langenfeld, ist der Fall bekannt. "Uns liegen aber keine anderen Erkenntnisse vor", so Benzrath. Als Stadt habe man lediglich dafür gesorgt, dass die Küchen wieder mit Strom versorgt sind. Der schalte sich bei Vorkommnissen dieser Art automatisch ab.

Die ersten Flüchtlinge sind im Oktober 2016 in die für 2,4 Millionen Euro errichtete Unterkunft auf dem Eckgrundstück Winkelsweg/Industriestraße eingezogen. Die Leichtbauhallen bieten insgesamt 150 Plätze in 52 Zimmern, dazu gibt es gemeinsame Küchen, Wasch- und Sanitärräume.

(RP)
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